Stausee Thurnberg bekommt neues „Fischhotel“

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Projektleiter Ernst Bieber bei der Beseitigung der angeschwemmten Hölzer vor der Staumauer. Das „Fischhotel“ wird an sicherer Stelle neu angelegt. Bild: EVN/Moser
Projektleiter Ernst Bieber bei der Beseitigung der angeschwemmten Hölzer vor der Staumauer. Das „Fischhotel“ wird an sicherer Stelle neu angelegt. Bild: EVN/Moser

Waldviertel/Österreich: Der entleerte Stausee Thurnberg der Energieversorgung Niederösterreich (EVN) ermöglicht nicht nur Arbeiten an der Staumauer, auch angeschwemmtes Totholz zieht um.

Die Holzstämme wurden im Jahr 2002 angeschwemmt und haben sich vor der Staumauer angesammelt.  „Das Holz sorgt für erhöhte Verklausungsgefahr und muss weg von der Staumauer“, erläutert EVN-Sprecher Stefan Zach. „Da sich unter den Stämmen aber normalerweise viele Fische aufhalten und sie diese gerne als Laichplatz nutzen, entfernen wir das Holz nicht komplett, sondern bringen es nur an eine andere Stelle“. Das Holz wird nun mit Seilen an einem neuen Platz befestigt.

Die Fische bekommen also einige hundert Meter weiter ein neues „Fischhotel“. „Wie wohl sich die Fische unter dem Holz fühlen, erkennt man nicht zuletzt an den vielen Angelhaken, die in den Stämmen hängen geblieben sind. Offenbar wurde hier sehr viel gefischt“, lacht Zach.

Um die im Stausee befindlichen Fische kümmert sich übrigens die Österreichische Fischereigesellschaft. Sie sorgt dafür, dass sie nach dem Ende der Arbeiten wieder in den Stausee gebracht werden. „Die gesamten Arbeiten werden in enger Abstimmung mit den Behörden und unter einer ökologischen Aufsicht durchgeführt“, so Zach.

Über die Kampkette

Die bis zu 26 Meter hohe Staumauer Thurnberg bildet den Abschluss der Kampkette – einer Reihe aus drei Staumauern, Stauseen und Kraftwerken, die in den Jahren 1949-1957 erbaut wurden und gemeinsam Wasserkraft-Strom für rund 30.000 Haushalte produzieren.

-pm-

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