Der Hecht-Riese

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Bodden-Monster

Wie und wo Ralf Parthaune einen 1,39 Meter langen Esox überlisten konnte, hat FISCH & FANG-Autor Mathias Fuhrmann im folgenden Interview mit dem Fänger herausgefunden.

20.12.2005

Mathias Fuhrmann: In welchem Revier glückte Dir dieser tolle Fang, und wie schwer war der Esox?

Ralf Parthaune: Ich fing den Hecht am 17. Dezember 2005 vor Rügen, genauer gesagt, im Kubitzer Bodden. Der 1,39 Meter lange und exakt 18 Kilo schwere Räuber hatte einen Bauchumfang von 60 Zentimetern! Fuhrmann: Mit welchem Köder hast Du den Esox überlistet?

Parthaune: Es handelte sich um einen 19 Zentimeter langen Gummifisch in Grün/Glitter. Dies ist einer meiner Lieblings-Shads fürs Fischen im kalten Wasser. Das Besondere an dem Köder ist sein langer Schaufelschwanz mit großem Teller, in den ich eine Geräusch-Kapsel eingesteckt hatte. Montiert war der Gummifisch an einem Erie-Jig mit 21 Gramm-Bleikopf und 6/0er Haken sowie an einem Zusatzdrilling. Fuhrmann: In welcher Tiefe hast Du gefischt?

Parthaune: Der Bodden ist in diesem Bereich fünf bis sechs Meter tief. Ich fischte an der Kante zu einer kleinen Senke. Fuhrmann: Wie gestalteten sich Drill und Landung?

Parthaune: Nach einer Fehl-Attacke bekam ich den Biss rund 20 Meter vom Boot entfernt. Sofort spürte ich die Kopfschläge eines großen Fisches. Mit der zehn Kilo tragenden Schnur war der Drill selbst kein Problem. Die Landung gestaltete sich jedoch etwas schwieriger: Obwohl ich einen Kescher mit einem Bügeldurchmesser von 90 Zentimetern benutzte, war er für einen Hecht dieser Länge zu klein. Doch beim zweiten Versuch zappelte mein Traumfisch dann im Netz. Fuhrmann: War dies Dein bisher größter Hecht?

Parthaune: Ein klares „Ja!“ Ich habe zwar schon einige Meter-Hechte gefangen, dass mir jedoch einmal solch ein Brocken an den Haken gehen würde, hätte ich nicht zu träumen gewagt. Fuhrmann: Wann ist Deiner Meinung nach die beste Zeit, um in dem

Revier vor Rügen Großhechte zu fangen?

Parthaune: Meiner Meinung nach besteht die Chance prinzipiell das ganze Jahr über. Die besten Aussichten auf wirklich große Fische hat man allerdings im Winter. Wer das erste Mal zum Fischen an die Bodden kommt, sollte es erst einmal im Frühling oder im Herbst versuchen, denn die harten Bedingungen im Winter sind nicht zu unterschätzen. Mathias Fuhrmann über den Fänger und seinen Ausnahmefisch: „Ralf Parthaune, Gerätehändler aus Leipzig (www.anglerbedarf-leipzig.de) und Mitglied im Team Bodden-Angeln, hat mich als 16-Jährigen in die Bodden-Angelei eingeführt. Bei ihm habe ich meinen ersten Hecht und Jahre später auch meinen ersten „Metrigen“ gefangen. Ich gönne ihm seinen Fisch sehr und bin mir fast sicher, dass ich wohl kaum jemals einen längeren Hecht zu Gesicht bekommen werde. Dieser Esox ist der längste seiner Art aus dem Kubitzer Bodden, von dem ich je gehört habe, wenn auch nicht unbedingt der schwerste. So konnten Berufsfischer dort einen 1,34 Meter langen und 21,5 Kilo schweren Hecht fangen!“

Wer in dem Ausnahme-Revier vor Rügen auf kapitale Winterhechte fischen möchte, sollte sich an die Guides vom Team Bodden-Angeln wenden. Kontakt über Mathias Fuhrmann, Tel. 0177/3392272 oder übers Internet: www.bodden-angeln.de -red-

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