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DAM-Multirolle 550

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Die Rückseiten drei verschiedener DAM 550-Multirollen mit Strahlenkranz. Die Continent-Ausführungen sind immer aus Aluminium, die Rollen links und rechts aus vernickeltem Messing.

Jan Wolter hat uns Fotos von drei leicht verschiedenen DAM-Multirollen der Serie 550 geschickt. Er schrieb dazu:

„Hallo Thomas, ich habe mir vor einiger Zeit die Mühe gemacht und damit begonnen, meine Rollen zu datieren und mit kleinen Etiketten zu versehen. Doppelte sollten die Sammlung verlassen, so war der Plan. Ich habe mittlerweile drei verschiedene Modelle der D.A.M 550 Multirolle aus den 1930 Jahren. Sehr interessant sie die unterschiedlichen Kurbelarme. Links bei der schweren vernickelten Messing Ausführung, ist ein Alu-Arm verbaut, bei der ganz rechten 550 Alurolle wiederum ein massiver Messingarm. In der Mitte ist dann eine Ausführung zu sehen, bei der Rolle sowie die Kurbel aus vernickeltem Messing sind.

Ich habe mir die Kurbelarme dann mal genauer angeguckt. Bei der linken Rolle wird die Kurbel aufgesteckt und dann mit der Mutter gekontert, bei den anderen beiden Modellen ist im Kurbelarm ein Gewinde, womit die Kurbel aufgeschraubt wird. Bei der mittleren Rolle fehlt leider schon die Original-Mutter. Liebe Grüße Jan“

Hallo Jan, mir waren bei dem Messing-Modell ja schon einige Unterschiede bekannt. Vor allem der seitlich zweifach gerändelte bzw. komplett ungerändelte Getriebedeckel. Dann gibt es auf der hinteren Knarrenseite noch Ausführungen mit und ohne Sonnenstrahlen, dann noch die unterschiedlichen Größen 55 und 65 mm, dann noch die Sonderbreite 57 anstatt 52 mm, mit und ohne „Ever Ready“ auf der Frontseite. Weitere Unterschiede: Einfachkurbel mit Kontergewicht oder Doppelkurbel, schwarze oder braune Knebel, mit oberem Steg etc.

Das vernickelte Messingmodell kam ca. 1935-36 in den Handel. Die mit „Continent 550“ gemarkten Modelle sind aus Aluminium anstatt aus Messing und kamen zeitgleich auf den Markt. Mit Beginn des Krieges wurde Messing stark rationiert und die Aluversionen kamen auf.

Kurbeln können natürlich immer einmal von früheren Besitzern oder auch späteren Sammlern durchgetauscht worden sein. So kann es sein, dass die Messingausführung eine Alu-Kurbel der Continental bekommen hat. Ich besitze auch eine Alu-Continental mit ganz archaischer Messingkurbel, siehe Foto unten. Beste Grüße Thomas

Übrigens: Ab ca. 1940 wurde die 550 dann schwarz finiert ausgeliefert. Die schwarze Version wurde dann auch wieder in den 1950er Jahren produziert. Die schwarze Vorkriegsversion ist zu erkennen an den knochenförmigen Griffknäufen und an der dünnen Spulenachse, viel Platz für dicke Seidenschnur. Die Nachkriegsversion war für Mono ausgelegt und besaß einen dicken Korkkern oder eine gelochten Spulenkern wie bei der Multirex.

Infos, Fragen und Anregungen bitte an thomas.kalweit@paulparey.de

Wurden die Kurbeln durchgetauscht? Die Messing-Version links hat eine Alukurbel der Continent, die mittlere Alu-Version eine Messingkurbel.
Die beiden Messingrollen besitzen ein seitlich zweifach gerändeltes Getriebegehäuse.
Es passt noch lange nicht jede Kurbel auf jede 550. Manche Kurbeln wurden auf einen Vierkant aufgesteckt, andere wiederum mit einem Gewinde aufgeschraubt. Bei der rechten Rolle fehlt die originale Achsmutter.
Dekorative Anhänger liefern auch nach Jahrzehnten noch alle wichtigen Informationen und sehen dazu noch gut aus.
Zum Vergleich: Continent 550 aus Alu mit ganz seltsamer Messingkurbel, sicher so nicht original.
Diese Continent 550 besitzt noch einen zusätzlichen oberen Steg, aus Messing.
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