Nicht die Größe entscheidet: Miniteiche

430
Kleines Paradies im Garten: Ein Teich kühlt die Umgebung ab - und wertet den Garten auf. Bild: pixabay/ArmbrusterAnna/BHW Bausparkasse

Der heißeste Abkühl-Trend für den Sommer ist der Miniteich. Immer mehr Freunde des Naturgartens richten sich ein Biotop ein. Platz genug gibt’s vor der kleinsten Hütte!

Das Thermometer steigt – jetzt können auch Eigentümer winzigen Stadt-Grüns viel für ein angenehmes Mikroklima tun. Eine Wasserstelle in einem durchgesägten Weinfass oder in einer robusten Zinkwanne passt in das typische handtuchgroße Gärtchen eines Reihenhauses – und sogar auf Terrasse oder Balkon. Wer genug Raum bis zur Hecke übrig hat, bewirkt auf fünf Quadratmetern und mit einer Wassertiefe ab einem halben Meter ein Natur-Wunder.

„Bei privaten Gärtnern hat sich herumgesprochen, dass sie viel für Klima- und Artenschutz tun können“, freut sich Stefanie Binder von der BHW Bausparkasse. Teichfolie ist schnell verlegt und mit Steinen, Kies, Pflanzen und Regenwasser ausgestattet.

Standortvorteil: Schatten

Am besten eignet sich ein halbschattiger Standort. Blätter oder gar Nadeln von benachbarten Bäumen sollten aber nicht in den Teich fallen können, da sie den Nährstoffgehalt erhöhen. Auch beim Rasenmähen muss man aufpassen, Rasenschnitt hat nichts im Teich verloren.

Bald plätschert und surrt es – heimische Pflanzen locken Insekten an. Und Vögel können ein Bad nehmen. Vor Algenbefall der Oase bewahren den Teichbesitzer Unterwasserpflanzen wie Wasserfeder und Wasserpest, die Nährstoffe binden und Sauerstoff bilden können. Im Notfall wuchernde Algen per Hand entfernen und auf keinen Fall Gift verwenden! Nach ein paar Jahren verschwinden sie – das ökologische Gleichgewicht ist hergestellt.

Sehr flache Miniteiche eignen sich nicht so gut für den Besatz mit Fischen, da sie in kalten Wintern bis zum Grund durchfrieren können. Eine tiefere Stelle bieten den Fischen ein winterliches Rückzugsgebiet. Vor allem Goldfische, Giebel und Karauschen sind besonders robust und anspruchslos. Die Bestandsdichte sollte möglichst gering gehalten werden, damit nur selten zugefüttert werden muss.

-pm/bhw-

Abo Fisch&Fang