Kegler-Rolle

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Absolute Seltenheit: Kegler-Wenderolle aus Hamburg mit komplett erhaltenem Firmen-Aufkleber. Ohne diesen Aufkleber ist diese Rolle vergleichsweise häufig.

2018 habe ich hier im Sammlerblog schon einmal über die Alu-Rollen, meist einfache Modelle mit Wendefuß, der Hamburger Firma Kegler berichtet.

G.F. Kegler Nachfolger, Angelgeräte, Hamburg 11, Import-Export, wurde bereits 1850 gegründet und zählt zu den ältesten Angelgeräte-Herstellern in Deutschland.

Vor allem in der nördlichen Hälfte der Republik sind die vergleichsweise häufigen Kegler-Rollen oft auf Flohmärkten oder in eBay-Konvoluten zu finden. Sie sind kaum 10 Euro wert und schwer verkäuflich. Der Grund: Sie sind ungemarkt, Sammler können sie nicht sicher einem Hersteller zuordnen.

Sven Baum hat ein ganz besonderes Exemplar dieser Rollen in seiner Sammlung, von dem er mir dankenswerterweise Bilder zur Verfügung gestellt hat. Eine Kegler-Wenderolle mit Firmen-Aufkleber! Der Aufkleber in den Farben grünblau, gelb und rot ist mehr ein fragiles Rubbelbildchen, das sich beim Angeln nach und nach abgerieben hat. Deshalb ist es bei den allermeisten Kegler-Rollen heute nicht mehr erhalten. Ein fast vollständig erhaltener Aufkleber auf der Rolle steigert den Wert ungemein! Ein absolutes Sammler-Highlight!

Wer hat weitere Kegler-Modelle in seiner Sammlung? Bilder bitte an thomas.kalweit@paulparey.de

Kegler-Wenderollen sind häufig auf Angelflohmärkten zu finden, ohne den Aufkleber aber nur schwer verkäuflich.
Kegler-Rolle
Gut zu erkennen sind Kegler-Wenderollen auch durch die vielen Grate, die nach dem Guss vom Hersteller nur grob weggeschliffen wurden.
Markenzeichen Kegler-Männchen. Anzeige aus: Dr. Winter, Grundangeln als feiner Sport, Erstausgabe 1921.

Anmerkung vom 2. Mai 2022:

Jürgen Keller schrieb per Mail: „Hallo Thomas, stimmt, diese Rollen gibt es häufiger. Habe aber auch schon gehört, dass sie von HEBA, eine Firma ebenfalls aus Hamburg, sein sollen? Gruß Jürgen“

Verschiedene Alu-Rollen vom Typ "Kegler". Angeblich soll auch eine Hamburger Firma HEBA ihre Finger mit im Spiel gehabt haben. Wer weiß mehr?
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