Französisches AKW heizt Mosel auf

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Bild: Pascal Witry
Vereinzelt trieben schon jetzt tote Aale an der Oberfläche.

Der Fluss erwärmte sich während der Hitzewelle im Juli auf kritische Werte.

02.08.2006

Neben der brütenden Sommerhitze heizte das lothringische Kernkraftwerk Cattenom die Mosel noch zusätzlich auf. Um den durch Klimaanlagen-Einsatz stark gestiegenen Energiebedarf zu decken, lockerte die französische Regierung die Einleitungsbestimmungen: In die Mosel durfte gegen alle europäischen Normen 28 bis 30 Grad warmes Kühlwasser eingeleitet werden. Experten halten bei Fortsetzung dieser Politik zukünftig an der Obermosel größere Fischsterben für möglich. Die Wassertemperatur betrug dort zeitweise um die 30 Grad Celsius. Viele Angler und Naturfreunde sind besorgt. Auch der Europaabgeordnete Thurmes von den luxemburgischen Grünen äußerte Bedenken. Deutsche Atomkraftwerke hatten während der Hitzewelle die Leistung zurückgefahren und waren sogar ganz vom Netz gegangen, um die Fischbestände nicht zu gefährden. -wit-

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