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Devon-Spinner von D.A.M.

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D.A.M. Devon
Grüner D.A.M. Devon-Spinner auf Pappe aufgenäht, dazu die gelb-blau-rote Schachtel mit springendem Hecht und Ziegenbock. Da der Köder mit Mono montiert ist, stammt er wahrscheinlich aus der Zeit um 1950, denn dann wurden auch noch Köder in gelben Boxen verkauft.

Wenn man diesen Köder samt Verpackung betrachtet, dann weiß man, warum D.A.M. Köder bei Sammlern so begehrt sind.

Diese farbenprächtigen Köder und Boxen der Deutschen Angelgeräte-Manufaktur sprechen einfach das Auge an und sind äußerst dekorativ, absolute Hingucker und Sammlungs-Highlights! Man muss immer bedenken, dass die Konkurrenz wie Stork oder Hardy damals ihre Kunstköder immer noch in ziemlich schmucklosen, meist weiß-grauen Pappschachteln verkauft hat. Die D.A.M. hatte ab den 1930er Jahren verstanden, dass man mit den Ködern nicht nur Fische sondern auch den Angler im Geschäft „fangen“ muss. Vor 1930 waren die DAM-Boxen meist auch bei D.A.M. noch schlicht weiß und unscheinbar. Das lag vor allem an der Struktur der damaligen Angelgeschäfte: Die Köder hingen da nicht wie heute in einer möglichst „lockenden“ Verpackung an der Wand. Sie waren in Schubladen hinter der gläsernen Theke verstaut oder ausgepackt in Vitrinen und mussten beim Verkäufer erfragt werden. Es war also nicht nötig, besonders aufwändige Verpackungen anzufertigen. (Wer früher einmal in der Wassersportzentrale De Zutter im belgischen Genk war, der hat so einen Laden ohne Selbstbedienung noch erleben können.)

Übrigens: D.A.M hatte die Köder in gelben Boxen auch noch in der frühen Nachkriegszeit ab 1949 kurz im Programm.

Jan Wolter schrieb uns zu diesem wunderhübschen Devon-Spinner mit OVP:

Hallo Thomas, ich habe was Schönes aus meiner Sammlung fürs Blog herausgesucht. Ein alter D.A.M. Devon in gelb-blauer Verpackung. Ein schöner Blickfang in jeder Vitrine, der Devon selbst ist mit D.A.M. gemarkt. Ich habe diesen Köder vor einigen Jahren zusammen mit anderen tollen Ködern, wie dem D.A.M. Killer mit Glasaugen sowie einer D.A.M. Standard ohne Rücklaufsperre ergattern können. Im Konvolut war noch so einiges mehr von D.A.M. und auch Agilette vertreten. Ich habe das ganze damals aus Auetal abgeholt. Das war relativ zu Beginn meiner Sammelleidenschaft. Also ein voller Erfolg, wenn man bedenkt wie selten diese Stücke sind. Beste Grüße Jan

Infos, Fragen und Anregungen bitte an thomas.kalweit@paulparey.de

D.A.M. Devon
Die Unterseite der D.A.M. Box ist mit "DAM-Gerät fabelhaft" beschriftet. Damals wurden alle Kunstköder, auch Blinker und Wobbler, oft nur "Spinner" genannt.
Auf den kurzen Seiten der Box ist "Made in Germany" zu lesen.
Auch die Pappe ist noch mit DAM gestempelt.
Ein Angelladen im Jahr 1951 irgendwo in Norddeutschland. Das Gerät lag hinter Glas oder in Schubläden verstaut, die Verpackungen waren für den Kunden überhaupt nicht zu sehen und konnten deshalb noch langweilig und unscheinbar sein. Der Herr hat übrigens eine Quick Standard in der Hand. Aus: Die Fischwaid, 1951
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