Bonnyl aus Bonn?

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Aus dem amerikanischen Garcia-Katalog von 1966 - Bonnyl taucht zu allerersten Mal auf. Bilder: John Fishkat
Aus dem amerikanischen Garcia-Katalog von 1966 - Bonnyl taucht zu allerersten Mal auf. Bilder: John Fishkat

Deutsche Angelschnüre waren ab den 1950er Jahren weltweit führend. Die Erfolgsschnur Platil der Firma Plate aus Bonn wurde von Garcia in den USA unter dem Namen Platyl vertrieben.

In amerikanischen Anzeigen aus der Zeit taucht auch immer die Schnurmarke Bonnyl auf, bei dem Namen es ist naheliegend, dass sie ursprünglich ebenfalls aus der damaligen Bundeshauptstadt Bonn stammt. Zumal in den Anzeigen anfangs auch „Made in West-Germany“ angegeben wird. In Deutschland wurde diese Schnur nicht vertrieben, jedenfalls nicht unter diesem Namen. Bonnyl kam über der Vertrieb von Alabatos in den Niederlanden in den Handel. Später wurde diese Schnur als als Bonnyl II und „Made in the USA“ verkauft und in Amerika produziert.

Garcia verkaufte Platyl-Schnur von den 1950ern bis 1975 in Amerika, Garcia hatte sich sogar Platyl mit „y“ als eigenen Handelsnamen registrieren lassen

Ab 1966 taucht dann in den Garcia-Katalogen zusätzlich die Schnurmarke Bonnyl auf. Die Handelsmarke „Bonnyl“ hat sich 1961 die Kingfisher-Bristol Company gesichert, ein traditionsreicher amerikanischer Schnur- und Angelgeräte-Hersteller.

Bonnyl war blau (eventuell Platil Favorit?), Royal Bonnyl war braun (eventuell Platil Strong?), die holländische Albatros Bonnyl Supreme war goldgelb.

Der amerikanische Angelgeräte-Sammler John Fishkat interessiert sich für die Geschichte dieser Angelschnüre. Infos an thomas.kalweit@paulparey.de

Anzeige von 1970.
Aus dem Garcia-Katalog von 1954.
Garcia-Katalog von 1955.
Garcia-Katalog von 1968.
Garcia-Katalog von 1968.
Garcia-Katalog von 1968. Bilder: John Fishkat
Garcia-Katalog von 1968. Bilder: John Fishkat
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