Wer kennt den Hersteller?

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Hübsch bemalte Köder! Sneckbent-Drillinge und aus Nähnadeln gebogene Nadelwirbel sprechen eindeutig für ein Baujahr von deutlich vor 1960.

Sören Fietz schickte mir folgende Mail: „Hallo Thomas, ich habe kürzlich ungemarkte und handbemalte Köder kaufen können, die ich aber keinem Hersteller zuordnen kann. Der Verkäufer konnte mir die Information geben, dass sein Großvater diese wohl in den endenden 1930er oder beginnenden 1940er Jahren geschenkt bekam. Sie sollen wahrscheinlich in Deutschland produziert worden sein. Die typischen Charakteristika der Köder legen eine Zuordnung in diese Zeit, möglicherweise auch nach Deutschland, durchaus nahe. Kennst du aber möglicherweise den Hersteller? Grüße Sören

Wirklich schöne Köder! Meines Erachtens könnten es auch sehr gute Eigenbauten sein oder sie wurden von einem Angelgeschäft in Handarbeit als Kleinserie hergestellt. Die eigentümliche Drillings-Montage mit dem am Ende geknickten Blech und dem Nadelwirbel erinnert an Blinker von EW/Ernst Witt (später Plate) oder an den Frappant-Löffelspinner von Flechsenberger. Nur ist das Blech bei Sörens Ködern nach außen geknickt, die genannten Hersteller haben den Knick immer nach innen gebogen. Durch diese Charakteristikum sind die Köder eindeutig zu identifizieren. Gefühlsmäßig würde ich sie in die 1940er/frühen 50er Jahre packen. Sören will in den nächsten Tagen noch weitere Fotos schicken.

Wer kennt den Hersteller oder besitzt ähnliche Köder? Infos an thomas.kalweit@paulparey.de

Besonders charakteristisch ist die Drillingsbefestigung per Nadelwirbel am nach außen abgeknickten Blinkerblatt.
Ungewöhnlicher Nadelwirbel mit Öse in der Öse. Wer besitzt Köder mit gleicher Ausstattung?

Anmerkung vom 11. November 2019:

Sören Fietz hat weitere Fotos gesendet. Hier seine zusätzlichen Informationen: „Hallo Thomas, ich habe nun auch die neuen Köder fotografisch dokumentiert. Zwei Köder weisen Punzen auf, die nicht direkt auf den Hersteller hinweisen, sondern mutmaßlich die Farbe des Köders anzeigen. C12 und C14 scheinen Farbcodes zu sein, denn ein weiterer Köder, den ich nicht erworben habe, trug die Punze C9. Das C könnte doch für Colorierung stehen. Der eine dieser beiden Köder ist in Teilen einem Heintz-Blinker ähnlich, der andere weist einen besonders dünnen Drilling auf, der anscheinend mit etwas Kupferdraht gewickelt und anschließend gelötet wurde – leider sind es nur wenige Wicklungen, sodass man es nur schwach erkennen kann. Diese beiden sowie zwei weitere neu erworbene Köder weisen nach innen abgeknickte Blinkerblätter auf. Das Blech eines Köders wurde zusätzlich zur Bemalung mit einem eingeprägten Schuppenmuster versehen. Insgesamt wurden Bleche verschiedener Metalllegierungen und Stärken verwendet. Viele Grüße Sören“

Bei diesen Modellen wurden die Bleche (wie sonst auch bei anderen Herstellern üblich) nach innen geknickt.
Diese Köder sind mit C12 und C14 gemarkt, es gibt auch noch Köder mit C9.
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