Patent-Spinner von Allcock

568
"Collapsing Spoon" von Allcock. Beim Biss kann das Hechtmaul das große Spinnerblatt leicht zusammendrücken. Es soll so zu weniger Fehlbissen kommen.

Es gibt auch gute Ideen, die sich auf Dauer nicht durchsetzen können. So auch der „Collapsing Spoon“ von Samuel Allcock.

Der Inhaber des Angelgeräteherstellers „S. Allcock & Co.“ im englischen Redditch meldete diesen durchdachten Köder 1901 unter der Nummer 14196 in England zum Patent an. Bei Ködern mit breiten Spinner- oder Blinker-Blättern kann es vorkommen, dass der Hecht diese beim Biss hochkant ins Maul bekommt und deshalb der Drilling nicht fassen kann. Durch einen genialen Federmechanismus können die Allcock-Spinnerblätter beim Biss ganz leicht zusammengedrückt werden, keine Maulsperre mehr durch einen zu sperrigen Metallköder!

Allcock war damals Europas größter Angelgeräte-Hersteller. Deshalb ist es nicht verwunderlich, dass dieser Patent-Löffelspinner auch in Deutschland vertrieben wurden. So taucht er etwa im damaligen Katalog der Firma Brink in Bonn auf, Deutschlands ältestem Angelgeschäft.

Die meisten „Collapsing Spoons“ sind versilbert und mit „Made in England“ gemarkt. Hier eine wahrscheinlich frühe Form aus reinem Kupfer. Der Köder ist nur mit „PATENT“ gepunzt.

Wer hat weitere Patent-Köder? Infos an thomas.kalweit@paulparey.de

Durch einen Federmechanismus lässt sich das Spinnerblatt ganz leicht zusammendrücken.
Das Kupfer-Blatt ist mit "PATENT" gemarkt.
Um 1910-20 taucht der Köder auch in Deutschland auf, hier im Bonner Brink-Katalog aus der Zeit.
Abo Fisch&Fang