Noris Excenter Bar-Spoon

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Der Noris Excenter Bar-Spoon: Auf der Achse sitzen echte, handgemachte Glasperlen in unterschiedlicher Größe.

1933 wurde er als „Noris-Exenter-Löffel“, durchaus mit diesem sympathischen Schreibfehler, zum ersten Mal von der Nürnberger Firma Noris vorgestellt.

Diesen Bleikopfspinner, der sich auch mit den damaligen dicken Schnüren gut werfen ließ, gab es in vier Größen von 4 bis 8 cm Länge. Im Noris-Katalog von 1938 heißt es dazu: „Fliegender, um seine Achse sich drehender, länglicher Löffelspinner, vernickelt, mit fischkopfähnlich bemaltem, excentrischem, schweren Kopfblei. Montiert mit roten und weißen Perlen, kräftiger, mit rotem Seidenwurmdarmbüschel verkleideter Drilling.“ Der Puschel aus rotem Seidenwurmdarm behielt unter Wasser seine Form, er fiel nicht zusammen wie ein Büschel aus Wolle.

DAM hatte seit 1930 schon einen sehr ähnlichen Köder im Programm, den „Fischkopf-Spinner“.

In den 1930er Jahren grassierte europaweit ein Bar-Spoon-Fieber, alle Firmen hatten plötzlich exzentrische Bleikopfspinner im Programm, die die Schnur nicht mehr verdrallten, schnell auf tiefe gingen und sich weit werfen ließen. 1924 brachten wohl die Franzosen das erste Modell auf den Markt, gefolgt von Hardy ein Jahr später. Bald folgten dann auch alle deutschen Hersteller mit ersten Bar-Spoons, die damals auch bei uns so genannt wurden. Überbleibsel aus dieser Zeit, die wir bis heute in unseren Köderboxen finden, sind etwa der Abu Mörrum und der Mepps Lusox.

Fragen und Anregungen an thomas.kalweit@paulparey.de

Den Sneckbent-Drilling ziert ein Büschel aus rot eingefärbtem Seidenwurmdarm. Vergleichbare Kunststofffasern waren damals noch nicht erfunden.
Der hübsch bemalte Bleikopf bringt den Köder auf Tiefe.
Das schlanke Spinnerblatt ist auf der Oberseite mit "Noris" gemarkt.
Diese Punze ist auf Kunstködern sehr selten zu finden.
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