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Fliegenschnur von Amann

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Amann hat neben Nähgarnen und Nähgarnschränkchen auch kurze Zeit Fliegenschnüre hergestellt. Hier wird die Schnur auf einem Schubladenschränkchen für Nähgarn präsentiert. Bilder: S. Fietz

Sören Fietz ist weiterhin auf der Suche nach seltenen und ungewöhnlichen Herstellern von Angelgerät, die weitab des Mainstreams liegen.

Vor allem kurz nach dem zweiten Weltkrieg haben sich viele deutsche Firmen kurze Zeit auch an Angelgerät versucht. Sören schrieb uns:

„Moin, zwei gegenwärtig global agierende und in ihren Branchen jeweils bedeutende Firmen mit Sitz in Deutschland haben in der Vergangenheit auch Angelgerät produziert. Sartorius, gegründet 1870 in Göttingen, und Amann & Söhne, gegründet 1854 als Amann & Böhringer in Bönnigheim. Ich weiß, dass Amann & Söhne eine kurze Zeit lang auch Angelschnüre produzierte, aufgrund der kurzen Produktionszeit sind heute aber nur noch sehr selten Schnüre von Amann zu finden. Selbst fotografische Belege für diese Schnüre sind rar. Dementsprechend lange hatte ich diese Schnur auf meiner Suchliste, nun konnte ich sie endlich in England finden und erwerben. Gruß Sören“

Info: Die Firma Amann mit Sitz in Bönnigheim in Baden-Württemberg stellt seit 1854 Industrie- und Nähgarne her. Mit 2.500 Mitarbeitern zählt die Firma heute weltweit zu den größten Produzenten von Spezialgarnen etwa für die Automobilherstellung. Angefangen hat aber alles mit einfachen Seidenzwirnen.

Infos, Fragen oder Anregungen bitte an thomas.kalweit@paulparey.de

Diese Fliegenschnur aus Seide war offenbar schon kunststoffbeschichtet.
Die Fliegenschnur kam in einer durchsichtigen Kunststoffverpackung in den Handel. Wahrscheinlich stammt sie aus den 1960er Jahren.
"Made in Western Germany" speziell für den Export nach England oder in die USA. Es gibt diese Verpackung auch mit dem Aufkleber "Importé d'Allemagne" für den Verkauf in Frankreich.

Anmerkung vom 2. August 2023:

Laut neuer Informationen von Sören Fietz ist die Amann-Schnur auch im 1963er Noris-Shakespeare zu finden.

Amann-Fliegenschnur im Noris-Shakespeare Katalog von 1963. Vier Ringe in der weißen Pappschachtel, wahrscheinlich für den Fachhandel gedacht.
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