Die seltsame Wandlung des O-Ke-Spinners

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Zwei sehr unterschiedliche Köder mit dem gleichen Namen. Oben der ursprünliche O-Ke-Spinner aus der Vorkriegszeit, unten das Nachkriegsmodell von DAM.
Zwei sehr unterschiedliche Köder mit dem gleichen Namen. Oben der ursprünliche O-Ke-Spinner aus der Vorkriegszeit, unten das Nachkriegsmodell von DAM.

Aus der Vorkriegszeit kennen wir einen sehr eigentümlich Augenblinker in Fischform mit ausgestellten Ecken, den O-Ke-Blinker. Dieser Köder war wahrscheinlich ein Erfolgsmodell, denn nach dem Modell taucht er unter absolut gleichem Namen in den DAM-Katalogen wieder auf. Selstamerweise aber mit vollkommen anderem Aussehen, aus anderem Material, ohne Auge, mit typisch amerikanischer Dardevle-Lackierung in rot-weiß.

Bei O-Ke handelt es sich möglicherweise um eine Namensabkürzung des Herstellers, so wie bei Rileh oder Emté.

Wer hat eine Idee, warum es zu dieser Wandlung kam? Oder wer kennt sogar den ursprünglichen Hersteller? Infos an thomas.kalweit@paulparey.de

Aus O-Ke wurde das amerikanisierte Okay, obwohl auf dem Köder immer noch O-Ke stand. DAM Katalog von 1961.
Beide heißen O-Ke, obwohl sie sich eigentlich überhaupt nicht ähnlich sind.

Ergänzung vom 16. Januar 2018: Laut Sascha Gemeinder steht das „O-Ke“ als Abkürzung für Otto Kuntze, die Info erhielt ich per Mail von Hendrik Olliges. Der Kaufmann Kuntze trat 1909 als alleiniger Inhaber in das Unternehmen D.A.M. ein, als Fritz Ziegenspeck aus Altersgründen in Ruhestand ging. Kuntze verstarb 1943. Warum der Köder „O-Ke“ und nicht „O-K“ oder „O-Ku“ heißt, ist aber immer noch nicht geklärt…

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