Die Horrocks-Fliege

1252


Horrocks
Horrocks
Horrocks
Horrocks
Horrocks 1950
Die Bindeweise der 50er Jahre.

Eine im 19. Jahrhundert in Thüringen von John Horrocks entwickelte Phantasiefliege.

06.09.2006

Die Bindweise finden wir im Angelklassiker „Borne-Fliege“ von 1922: „Man biegt die Schweinsborste a in der Mitte so um, so dass sie doppelt zu liegen kommt. Dann befestigt man die Anwindeseide bei b am Schwanzende und windet dort das Material d für den Körper und den Schwanz c an.

Wir nehmen als Beispiel das Winden einer Ameisenfliege, und zwar der unter dem Namen Horrocks bekannten Fliege. Der Schwanz c besteht aus braunen Putenfedern, der Schwanzknoten d aus ein paar Windungen einer Pfauenschweiffederfaser. Der Körper wird durch den Federkiel f folgendermaßen hergestellt: Von einer weißen Taubenschwungfeder wird die Fahne abgestreift und die Fasern nahe am Kiel abgeschnitten. Dieser Kiel f wird darauf in der beschriebenen Weise um die Borste gewickelt und so der Körper der Fliege gebildet.

Man setzt darauf den Körper rittlings zwischen den beiden Borstenenden a auf den Angelhaken und windet ihn mit der Seide b fest an. Die Verbindungsstelle umwindet man mit dem Rest der Pfauenfederfaser e. Die Hechelfeder, eine braune Feder einer Pute, wird in gewöhnlicher Weise angebracht, und die Fliege hat nun die Gestalt unserer Abbildung.“ Alternativ kann als Hechel auch eine Pfauenfeder vom Flügel eingebunden werden. Auch rote Hechelfibern als Beine sind möglich.

Der Erfinder dieser Fliege, der Engländer John Horrocks, lebte in Weimar und schrieb 1874 eines der ersten deutschsprachigen Bücher über die Kunst der Fliegenfischerei.

Abo Fisch&Fang