Zukunftspreis für Angelverein

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Gewinner des Esders-Zukunftspreises: Angelsportverein Haselünne, die Schüler des Seminarfachs „Marianum for future“ und „Land Unter e. V.“. Mitte: Martin und Bernd Esders, Geschäftsführer der Esders GmbH. Bilder: Esders GmbH

Die Esders GmbH aus Haselünne hat ambitionierte Umweltprojekte mit einem Nachhaltigkeits-Award ausgezeichnet.

Kontinuität, ein fundiertes Konzept, nachhaltige Naturschutzwirkung und öffentliche Strahlkraft. Das waren die Anforderungen der Jury des Messgeräte-Herstellers Esders. Damit waren die Ansprüche fast so vielseitig wie die Bewerbungen, über die das Gremium nun entschieden hat. Nach lebhafter Diskussion der überregional besetzten Jury stand fest: Der mit insgesamt 15.000 Euro dotierte Zukunftspreis zum 30-jährigen Bestehen der Esders GmbH geht an drei Projekte des Naturschutzes und der Umweltbildung aus dem Emsland. 8.000 Euro für den ersten Preis fließen in die Schaffung eines Laich- und Habitatgebietes für seltene Fischarten.

8.000 Euro für den Angelsportverein Haselünne

„Uns freut vor allem, dass unter den 24 Bewerberbungen Initiativen aus allen Generationen vertreten sind, von der Grundschule bis hin zu Rentnergruppen“, sagt Geschäftsführer Bernd Esders. Mit dem ersten Preis und 8.000 Euro prämiert die Jury ein Projekt des Angelsportvereins Haselünne. Zwei unter gewässerbiologischen Aspekten angelegte Kiesbänke im Bach Lotter Beeke bei Haselünne sollen seltenen Fischarten als Laichschongebiete dienen. Bei der Planung und Umsetzung arbeiten die Angler eng mit dem Niedersächsischen Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz zusammen. Die Kiesbänke dienen nicht nur den seltenen Fischarten Steinbeißer, Flussneunauge und Stichling zur Fortpflanzung und als Lebensraum. Sie bieten auch Kleinlebewesen wie Köcherfliegenlarven, Wasserkäfer, Bachflohkrebs und Flusskrebs Zuflucht vor Fressfeinden. Im nächsten Schritt sollen hier wieder Aalquappen, Meerforellen und Barben angesiedelt werden. Diese Fische benötigen unbedingt Kiesbänke zum Ablaichen. Jurymitglied Professor Dr. Michael Rode vom Institut für Umweltplanung der Universität Hannover lobte die Bewerbung als fachlich fundiert und durchdacht.

Mit 5.000 Euro fördert die Esders GmbH das Seminarfach „Marianum for future“ am Meppener Gymnasium Marianum. Seit fünf Jahren gibt es am Marianum eine Umwelt AG, die eine Imkerei betreibt, saisonales Gemüse im Schulgarten anbaut und eine selbst angelegte Streuobstwiese bewirtschaftet. Über den dritten Platz und damit 2.000 Euro freut sich der Verein „Land Unter e.V.“ Der 140 Mitglieder starke Verein widmet sich seit 25 Jahren der Zucht des seltenen Bentheimer Landschafes sowie dem Erhalt der emsländischen Heidelandschaft.

Die Esders GmbH ist Hersteller und Anbieter von Messgeräten, Software und Systemlösungen für den Gas-, Wasser- und Biogasbereich. Spezialisiert hat sich das Familienunternehmen in den vergangenen 30 Jahren auf die Gebiete Gasspür- und Gasmesstechnik sowie Wasserleckortung. Mit seinen Produkten liefert das Unternehmen die Basis für sichere Rohrleitungen und damit für die Schonung von Ressourcen.

-pm-

Über 24 Bewerbungen beriet die Jury des Esders-Zukunftspreises. Von links: Martin und Bernd Esders, Marketingleiterin Lea Schwenen, André Schüttel (Bund der Pfadfinderinnen und Pfadfinder Niedersachsen), Professor Dr. Michael Rode (Leibniz Universität Hannover, BUND – Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland) und Hermann-Josef Mammes (Regionalredaktionsleiter Emsland der Neuen Osnabrücker Zeitung), nicht im Bild: Helmut Blauth (Landesjägerschaft Niedersachsen).
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