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Wer kann das lesen?

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Kürzlich bin ich auf einen interessanten Köder gestoßen. Dieser Devon-ähnliche Köder ist auf Karte aufgenäht und war offenbar einmal in einer weißen Pappschachtel, Überreste davon sind noch vorhanden.

Otmdersen, Atindersen oder doch nur Andersen?

Die archaische Hakenform spricht dafür, dass er aus der Vorkriegszeit stammt. Ich würde ihn nach Skandinavien einordnen, wohl wahrscheinlich Schweden. Zum Glück ist der Köder gemarkt, in altertümlicher Schreibschrift, die sich auf den ersten Blick wie „Otmdersen“ liest. Seltsamerweise sind die ersten zwei, drei Buchstaben in altdeutscher Kurrent- oder Sütterlin-Schrift gehalten, die folgenden Buchstaben dann in moderner Schreibschrift geschrieben. Der erste Buchstabe könnte ein großes A, G, N oder Q sein, dann folgt wohl ein kleines m, deutlich durch drei Hebungen zu erkennen. Ein kleines n für das naheliegende „Andersen“ kann es also eigentlich nicht sein…

Wer kann die Schrift entziffern? Infos an thomas.kalweit@paulparey.de

Info: Die Frage ist gelöst! Der Köder stammt aus Dänemark und ist mit „H. Andersen“ gemarkt. Am 19. April 1929 erhielt der Schiffsingenieur Gerhard Harald Valdemar Andersen aus Kopenhagen ein englisches Patent auf seinen verdrehten H. Andersen-Spinner, sogar auch ein Patent für Deutschland. Er war kurz davor die Rechte für diesen Köder an Hardy zu verkaufen, dann brachte Allcocks einen sehr ähnlichen Köder auf den Markt und der Deal platzte (Dank an Heinz vom Dansk Grejsamler Klub!).

 

H. Andersen - so lässt sich die Unterschrift erklären.
H. Andersen - so lässt sich die Unterschrift erklären.
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