ANZEIGE

Ungemarkte DAM Aluba?

331
Ungemarkte Aluba
Normalerweise müsste hier der Schriftzug "Aluba 4148" stehen. Auch die Achskappe müsste eigentlich mit Achat bestückt sein.

Normalerweise ist in diese Multirolle von DAM der Schriftzug „Aluba 4148“ eingraviert. Der Name „Aluba“ steht wohl für die verwendeten Materialien, damals absolutes Hightech: Aluminium und Bakelit.

Frank M. schickte uns Fotos von einem ungemarkten Exemplar dieser seltenen Rolle. Er schrieb dazu:

„Hallo Thomas, ich habe wieder einmal einen Beitrag für den Blog. Ich konnte eine schöne Multirolle erwerben, es ist eine Aluba, die aber ungemarkt ist. Größe und Gewicht sind identisch. Außer der fehlenden Beschriftung sind auch die Achsabdeckungen anders. Die Alubas, die ich kenne, haben Achat-Kappen. Könnte es sein, dass diese wie auch schon andere DAM-Rollen aus der Zeit von Flechsenberger vertrieben wurden? Bei der Tupra und der Beka ist es ja bekannt. Die Schnurführung sieht orginal aus. Auch die Form ist wie in der Werbung rechteckig. Gab es auch weißen Achat? Eventuell kann ein anderer Sammler weiterhelfen. Beste Grüße Frank M.“

Hallo Frank, sicher weiß einer der DAM-Fachleute da Bescheid! Es gab und gibt Achat in vielen Farben, auch in grau-weiß und sogar in durchsichtig. Diese Farben kennen wir ja von Achat-Schnurführern etwa bei der DAM Trutta Fliegenrolle. Aber der trüb-braunweiße Schnurführer bei Deiner Rolle sieht irgendwie nicht nach dem durchscheinenden Halbedelstein Achat aus. Auch ist er schon leicht eingeschnitten, das kommt bei dem harten Material wie Achat nicht so schnell vor (Mohshärte 7 wie Quartz, härter als Fensterglas, nur mit Stahlfeile ritzbar). Beste Grüße Thomas

Infos, Fragen und Anregungen bitte an thomas.kalweit@paulparey.de

Gebaut aus Alu und Bakelit, daher der Name Aluba. Die Farbe des Schnurführungsrings ist seltsam, auch er müsste aus rotem Achat sein.
Gebaut aus Alu und Bakelit, daher der Name Aluba. Die Farbe des Schnurführungsrings ist seltsam, auch er müsste aus rotem Achat bestehen.
Ansicht von der Kurbelseite: Auch die Flachkopf-Messingschrauben sind unnötig klobig. Normalerweise sitzen hier kleinere Rundkopf-Schrauben, an denen die Schnur nicht hängenbleiben kann.
Die Aluba in einem DAM-Werbeblättchen vom Ende der 1930er Jahre.
Die Aluba in einem DAM-Werbeblättchen vom Ende der 1930er Jahre.
Die Schnurführung ist durch die Angelschnur schon leicht eingeschnitten und sieht irgendwie nicht nach Achat aus. Normalerweise ist die Achateinlage bei der Aluba durchscheinend rot.
Zum Vergleich: Die rote Achat-Schnurführung einer gemarkten Aluba.
Zum Vergleich: Die rote Achat-Schnurführung einer gemarkten Aluba.
ANZEIGE
Abo Fisch&Fang