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Strömer-Abschlussbericht online

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Bild: Frank Hecker
Der Strömer ist in Deutschland selten geworden, besonders markantes Erkennungsmerkmal: seine geknickte Seitenlinie. Bild: Frank Hecker

Der Abschlussbericht zur Bestandserfassung der Fischart Strömer im Landkreis Ludwigsburg wurde der Öffentlichkeit vorgestellt.

Präsentieren den Strömer-Bericht (von links): Stuttgarts Regierungspräsident Johannes Schmalzl, Verbandsvizepräsident Roland Schiele, Dr. Rainald Hoffmann (Fischereibehörde). Bild: VFG BW

„Gewässerschutz ist Fischartenschutz“, bekräftigten der Stuttgarter Regierungspräsident Johannes Schmalzl, Landrat Dr. Rainer Haas und Fischereiverbandspräsident Wolfgang Reuther am 29. Januar 2015 in Sersheim. Sie zitierten damit aus den wesentlichen Inhalten des druckfrischen Abschlussberichts zur Bestandserfassung der Fischart Strömer im Landkreis Ludwigsburg.

Der Strömer war in Baden-Württemberg früher insbesondere im Neckarsystem und in den Bodenseezuflüssen weit verbreitet. Heute ist er auf wenige Gewässerabschnitte im Land zurückgedrängt. Ein wichtiges Refugium des Strömers befindet sich noch im Landkreis Ludwigsburg.

Untersuchung der Enz

Strömer-Schwarm. Bild: Frank Hecker

Der Strömer ist in Baden-Württemberg zwischenzeitlich eine sehr seltene und streng geschützte Fischart. Auf knapp 50 Seiten dokumentiert der Fischereisachverständige Dr. Karl Wurm das Ergebnis seiner im Jahr 2013 durchgeführten Untersuchung in der Enz mit Seitengewässern. Dieses Projekt hatte zum Ziel, die aktuelle Bestandssituation der zwischenzeitlich sehr seltenen Fischart Strömer näher zu beschreiben und Vorschläge für dessen Schutz zu erarbeiten.

„Nur was wir kennen, können wir auch schützen“, unterstreicht Wolf gang Reuther. Regierungspräsident Johannes Schmalzl sagte: „Mit ihrem Wissen um den Zustand der Fischgewässer und der vorkommenden Fischarten haben uns Fischer wertvolle Hinweise zur Aufstellung des Maßnahmenprogramms der Wasserrahmenrichtlinie liefern können.“ Reuther hob zudem die schon seit vielen Jahren praktizierte gute Zusammenarbeit mit dem Regierungspräsidium Stuttgart hervor, die sich auch jetzt wieder bei dem gemeinsamen Strömerprojekt ausgezeichnet bewährt hat.

Angler engagiert im Fischartenschutz

„Die vorliegende Strömerstudie ist eindrucksvoller Beleg dafür, dass Angler sich nicht nur um fischereilich nutzbare Arten kümmern, sondern ihre Verpflichtung zur Hege und Pflege naturraumtypischer Fischbestände ernst nehmen und auch aktiv und engagiert für den Fischartenschutz eintreten“, lobte Schmalzl.

In dieser Studie werden die Lebensraumansprüche, Gefährdungsfaktoren und Maßnahmen zur landesweiten Förderung der Fischart Strömer aufgezeigt. „Allen, denen der Schutz unserer einheimischen Fischfauna im Allgemeinen und der Fischart Strömer im Besonderen ein ernsthaftes Anliegen ist, sei die Lektüre der hier vorgestellten Strömer-Broschüre wärmstens empfohlen“, sagte Regierungspräsident Schmalzl. Initiiert und beauftragt wurde die Projektstudie vom Verband für Fischerei und Gewässerschutz in Baden-Württemberg. Die fachliche Begleitung erfolgte durch die Fischereibehörde im Regierungspräsidium Stuttgart. Gefördert wurde das Projekt aus den Mitteln der Fischereiabgabe des Landes Baden-Württemberg und der Stiftung Umwelt- und Naturschutz der Kreissparkasse Ludwigsburg.

Den vollständigen Bericht „Die Fischart Strömer im Kreis Ludwigsburg – nur noch dem Namen nach bekannt?“ finden Sie als pdf-Download online unter www.vfg-bw.org/Stroemer.htm

-pm-

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