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Sommerfische im November

1915
Ein sonniger Novembertag lockte drei schöne Rotfedern an die unberingte Stipprute. Bild: Bernd Taller

Wenn es einen klassischen Fisch gibt, den wir mit der warmen Jahreszeit verbinden, dann ist es die Rotfeder. Sie liebt die sonnigen Tage und hält sich gerne an der Wasseroberfläche auf.

Häufig trifft man sie am Rand von Schilf und Seerosenfeldern an. Auch Büsche und Bäume haben es ihr angetan, denn da fällt immer mal wieder ein Insekt herunter. Mit kleinen Trockenfliegen kann man erfolgreich sein oder mit Schwimmbrot.

Der November bringt trübe Tage, Nebel und Regen. Deshalb gilt es, schnell ans Wasser zu gehen, wenn einmal die Sonne den Kampf mit den Wolken gewinnt. In meinem Kofferraum befindet sich immer entsprechendes Angelgerät. Und weil ich leichtes Gepäck schätze, begleitet mich dieses Mal nur die betagte Sitzkiepe und die Daiwa Monocarbon in einer Länge von vier Metern.

Gerne angle ich neben der alten Schwarzerle. Das Seerosenfeld ist bereits teilweise abgestorben und das Wasser nur etwa 70 Zentimeter tief. Wird mir ein Fang gelingen? Ein paar Rotaugen sollten im Bereich des Möglichen liegen. Als aber die feine Pose abtaucht, hängt eine Rotfeder am Haken. Mit ihrem wunderschön goldglänzenden Schuppenkleid und den roten Flossen ist sie eine wahre Augenweide. Zwei Artgenossen folgen noch, dann geht die Sonne unter und es erfolgen keine weiteren Bisse mehr.

Ein Rotfedertrio im November, eine schöne Reminiszenz an einen Sommer, der wieder einmal viel zu schnell vergangen ist…

Bernd Taller

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