Sammelgebiet Eigenbau-Wobbler

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Schleppwobbler zum Hechtfischen, dem Zugerwobbler aus der Schweiz nachempfunden. Diese Wobbler mit der "Wärmflaschen-Schwanzflosse" wurden in der Nachkriegszeit auch von DAM produziert. Dieser Eigenbau-Köder stammt aus Eitorf an der Sieg.

Vor allem in den USA ist das Sammeln von Volkskunst im Bereich der Angelfischerei ein großer Trend. Dort lebte an jedem See ein alter Angler, meist indianischer Abstammung, der in der Vorkriegszeit eigene Wobbler oder Decoys geschnitzt hat.

Heutzutage werden in der neuen Welt für die schönsten DIY-Kunstköder aus früheren Zeiten horrende Summen gezahlt, durchaus mehrere tausend Dollar für eine besonders schönes und altes Decoy. Auch bei uns hat es immer diese Angler gegeben, die sich ihre Köder selbst gebastelt haben, oft naiv und deshalb besonders hübsch. Diese anglerische Volkskunst wird leider bei uns noch kaum gewertschätzt. Sammler interessieren sich meist nur für gemarktes Gerät von bekannten Firmen…

Wer besitzt ebenfalls alte Eigenbau-Köder!? Bilder an thomas.kalweit@paulparey.de

Filigrane Bachforellen-Imitation zum Großforellenfang. Ebenfalls aus Eitorf an der Sieg.
Handgeschnitzte Forellen-Wobbler aus der berühmten Werkstatt A. Schrader in Köln. Oben links ebenfalls ein kleiner Zugerwobbler. Typisch sind die Sneckbent-Drillinge und die identische Bemalung wie bei seinen Bachteufeln.
In dieser Anzeige von 1949 werden die handgebauten Kölner Schrader-Wobbler angepriesen. Sie wurden zum Forellenfischen in der Eifel-Rur entwickelt.
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