Neues von Dr. Heintz

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Promotionsurkunde der königlichen bayrischen Ludwig-Maximilian-Universität zu München. Es ist das Originaldokument mit der Karl (latein. Carolus) Heintz am 14. November 1874 seinen Doktor der Medizin "cum nota eminentiae" verliehen bekam. Das beeindruckende Stück misst stolze 38 x 47 cm. Bilder: Gerhard Dee

Gerhard Dee hat uns Fotos von ganz großartigen Dr. Heintz-Devotionalien aus seiner Sammlung geschickt.

Dr. Karl Heintz gilt immer noch als unser berühmtester Angler. Er hat am Anfang des 20. Jahrhunderts das plumpe Würmchenbaden emporgehoben zur modernen Kunstköderangelei. Seine Jünger waren denkende, hochgebildete Sportangler aus der Oberklasse. Aus einem Armeleutehobby wurde durch Heintz ein Trendsport, ja eine regelrechte Kunstform.

Gerhard Dee schrieb per Mail: „Hallo Thomas, anlässlich einer Recherche habe ich mir kürzlich noch einmal Deinen Beitrag „Unser Angelpapst“ vom 03.05.2010 durchgelesen. Seit dessen Veröffentlichung sind ja nun schon einige Jahre vergangen und in der Zwischenzeit haben sich bei mir einige Sachen angesammelt, von denen ich mal Bilder mitgeschickt habe. Ich denke, die Fotos sind ganz gut geeignet, einige Deiner Textpassagen zu ergänzen und zu belegen. Herzliche Grüße, Gerhard“

Wer hat weitere Informationen zu Dr. Heintz? Bilder bitte an thomas.kalweit@paulparey.de

Eine Zweit-Ausgabe des Werkes "Der Angelsport im Süsswasser von 1911. Wie die Widmung beweist, handelt es sich dabei um genau jenes Exemplar, mit dem Dr. Heintz sich persönlich beim niederländischen Baron de Mauregnault für dessen Gastfreundschaft im Oktober 1913 bedankt hat.
Das Titelblatt einer Ausgabe des "Sportfischer" aus dem Schindler-Verlag vom März 1925. Sie wurde anlässlich des Todes von Karl Heintz als "Dr. Karl Heintz-Heft" herausgegeben und befasste sich ausführlich mit Leben und Wirken des Verstorbenen.
In dieser Sonderausgabe wurde auch die schon 1922 zu seinen Lebzeiten angefertigte Ehren-Plakette mit Vorder- und Rückseite vorgestellt. Sie hat einen Durchmesser von 120 mm.
Seit Gerhard Dee diese Plakette kennt, hat er danach gesucht und vor ein paar Tagen endlich zumindest einen Teil-Erfolg erzielt: einen Hohlguss der Vorderseite mit dem Portrait.
Das Stück scheint nie eine Rückseite gehabt zu haben. Möglicherweise handelt es sich um einen Probeguss. Das würde auch den rückseitig aufgedruckten Stempel/Signatur des Künstlers O. Obermeier erklären. Bemerkenswert noch, dass der ausführende Künstler im Sportfischer als O. Obermaier mit "ai" vorgestellt wird, sein Stempel aber eher nach O. Obermeier mit "ei" aussieht.
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