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Extrem-Sport: Handfischen

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In den USA haben sich 184 Fisch-Freaks zusammengeschlossen: Die „Noodlers Anonymous“ fangen seit Generationen große Welse – mit der Hand!

Wie die Online-Ausgabe der US-Zeitung „The Wichita Eagle“ am 5. September 2004 berichtete, gehen die Anonymen Nudler mit Schnorchel und bloßen Händen auf Fischfang. Im trüben Wasser tasten sie unterspülte Ufer und Baumwurzeln ab. Immer in der Hoffnung einem uralten Wels ins Maul greifen zu können.

Mit verlockenden Handbewegungen wird den Raubfischen ein Beutetier vorgegaukelt. Die Hand als Lebendköder – für die Noodler gibt es nichts Schöneres! Der Kick liegt aber woanders: Die gleichen Höhlen bevorzugen auch Schnappschildkröten und Gift-Schlangen als Aufenthaltsort.

Auf Augenhöhe mit der Beute

„Bisher habe ich noch keinen Finger, aber schon jede Menge Haut verloren. Die Viecher beißen Dich überall hin“, schwärmt Howard Ramsey, der Vorsitzende der Noodlers Anonymous. 46 von seinen 58 Lebensjahren betreibt er die Handfischerei. Schon der Vater seines Vaters hat „genoodelt“ und Howards Sohn Mark teilt ebenfalls die Leidenschaft für dieses skurrile Hobby.

Schon 50-pfündige Welse konnten die Noodlers erbeuten. „Es kommt zu einem richtigen Kampf mit den Fischen. Es ist für uns ein Sport, weil wir uns im Wasser, im Reich der Fische, dem Kampf stellen“, erklärt Ramsey seinen Macho-Sport.

Familienspaß in der freien Natur

In manchen Gegenden der USA ist das Noodling – auch Hogging und Grappling genannt – ein regelrechter Volkssport seit Generationen. In 11 Bundesstaaten ist das Handfischen ausdrücklich gestattet, darunter Oklahoma, Arkansas und Illinois. Nur in Missouri, der Heimat der Noodlers Anonymous, ist es strengstens verboten und wird mit Geldstrafen bis zu 600 Dollar geahndet. Versuche der Legalisierung sind bisher aus Gründen des Fischarten-Schutzes in diesem Staat gescheitert.

-tk-

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