Der Druseidt-Spinner

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Druseidt-Spinner
Der Druseidt-Spinner Patent a., erdacht vor fast 100 Jahren in Bad-Godesberg.

Seltener Vorkriegsköder aus Bonn-Bad Godesberg: Der „Druseidt-Spinner Patent angemeldet“.

Dieser Köder wurde um 1930 von Ingenieur Paul Druseidt erdacht und vertrieben, der übrigens auch einen Druckbleistift, Elektroschalter und Messerschärfer erfunden hat.

Der „Raubfisch-Jäger“ Hans Eder bezeichnete 1929 diesen Köder als „Druseidt-Wedelspinner“. Eder weiter: „Durch die Anbringung von drehentgegenwirkenden Höhensteuern wird vom Metallkörper eine sehr lebhafte Wedelbewegung ausgeführt. In den Schlitz in der Mitte des Köders werden Doppelhaken nach beliebiger Größe eingehängt. Es ist nicht anzuzweifeln, dass der Köder brauchbar ist, jedoch liegen bis jetzt über Erfloge nur spärliche Nachrichten vor. Die Aufnahme erfolget lediglich deshalb, weil mir bis jetzt kein Kunstprodukt bekannt wurde, das gleichartige Bewegungen wie dieses im Wasser ausführt“ (aus: Eder, Hans: Der Raubfisch-Jäger, 1929).

Als Sammler von Kunstködern aus dem Rheinland ist dieser Köder natürlich ein Highlight in meiner Sammlung. Wer einen Opa hat, der damals sieben Stück für 5 Reichsmark bei Druseidt bestellt hat, kann sich gerne bei mir melden 😉

Wer hat weitere Infos zu diesem Köder? Mail an thomas.kalweit@paulparey.de

Druseidt-Anzeige von 1931. Ein preiswerter Köder, der schnell mit zwei Blitzhaken bestückt werden kann.
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