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Buch-Tipp: Freitags Fisch

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Freitags Fisch

Fernseh-Koch Harald Rüssel, der selbst begeisterter Jäger ist und vor allem im Urlaub gerne angelt, stellt in seinem neuen Kochbuch seine besten Rezepte für Süßwasserfische vor.

Auf der Jagd nach heimischem Fisch: Sternekoch Harald Rüssel wirft vor allem im Urlaub gerne einmal die Rute aus. Foto: Jörg Lehmann

Bekannt ist der Sternekoch vor allem aus der Serie „2 Mann für alle Gänge“ des SR Fernsehens, in der er zusammen mit Manuel Andrack vor der Kamera kocht.

„Freitags Fisch“ beginnt nicht wie die üblichen Kochbücher. Schon im Vorwort wird der Leser von Harald Rüssel mit einem zünftigen „Petri Heil“ begrüßt, dann folgen Kapitel zu den Themen Regionalküche, Geschichte der Fischerei, Angelmethoden, Anglersprache und Fischerprüfung. Ausführlich werden danach die wichtigsten Süßwasserfische von Aal bis Zander vorgestellt. Angelei, Binnenfischerei und Fischzucht, also die Beschaffung von frischen regionalen Lebensmitteln, sind Harald Rüssel ein Anliegen. In seiner moselländischen Küche setzt er lieber heimische Süßwasserfische ein, als etwa aus weiter Ferne importierten Steinbutt.

Offenbarung für ambitionierte Köche

Im Kapitel „Fischkochschule“ wird das Ausnehmen und Filetieren erklärt. Auch die Zubereitung von Flusskrebsen kommt nicht zu kurz. Das Rezept eines speziellen Fischwürzsalzes wird verraten, aber auch extravagantere Würzmischungen wie Fenchelsalz oder Zitrus-Meersalz. Danach folgen Grundrezepte für verschiedene Fonds und Saucen, besonders aufsehenerregend und kreativ sind beispielsweise ein Holunderfond, eine grüne Wachholdersauce, ein Kopfsalatschaum, die Vanille-Bechamel oder eine Sauce mit Bergamotte-Öl. Vor allem für experimentierfreudige und ambitionierte Fischköche ist das Buch eine Offenbarung. Natürlich werden auch Saucen-Klassiker vorgestellt, etwa ein Specksauce oder die französische Rouille.

Für jeden Freitag ein Rezept

Der eigentliche Rezept-Teil ist besonders appetitlich bebildert. Rezepte wie „Moselbarsch mit Geiztraubenkraut und Speckpüree“ oder „Hecht mit Bratkartoffelpüree, jungem Spinat und Linsenvinaigrette“ fordern quasi zum sofortigen Nachkochen auf. Auch hier kommen bei aller Kreativ-Küche die bewährten Hausfrauen-Klassiker nicht zu kurz: „Forelle Müllerin“ oder „Barschfilet mit Kartoffelsalat“ dürfen natürlich im Buch nicht fehlen, freilich vom Meisterkoch auf aktuellsten Stand der Kochkunst gebracht. Insgesamt 52 Rezepte, für jeden Freitag des Jahres eins, werden auf Doppelseiten opulent vorgestellt. Fazit: Ein inspirierendes Buch für Menschen, die gerne aufwändig kochen und essen!

Im Buch sind einige großformatige Bilder zu sehen, die Harald Rüssel zusammen mit seinem Sohn beim Forellenfischen zeigen. Das Restaurant „Rüssels Landhaus St. Urban“ des gebürtigen Stolbergers liegt in der Nähe von Trier.

Info: Freitags Fisch – Rezepte für jede Woche, Harald Rüssel, Neuer Umschau Buchverlag (umschau-verlag.de), 248 Seiten, 24 x 28 cm, Hardcover. ISBN: 978-3-86528-685-7. Preis: 29,90 Euro (30,80 Euro in Österreich).

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