Bei diesem Köder handelt es sich um einen einfachen „Löffel“, der aber durch die Punze zu etwas ganz Besonderem wird.
Der kleine Blinker (Blattlänge ca. 4,6 cm) trägt nämlich die ganz frühe Stork-Punze „Z.R. 487“ (Zeichenrolle im Königreich Bayern), die nur vor 1891 Verwendung fand. Im Stork-Buch „Der Angelsport“ vom Ende des 19. Jahrhunderts ist dieser Köder als „Löffelspinner Nr. 000“ abgebildet. Viele Kunstköder in diesem Buch, der auch als Katalog diente, tragen auf den Abbildungen noch die Punze „Z.R. 487“.
Hermann Stork gibt Hinweise, wie diese versilberten Köder zu behandeln sind: „Die Spinner sollen nicht mit Spirituosen oder Kreide, Putzpulver etc. gereinigt und poliert, sondern nur mit einem weichen, sämischen Leder abgerieben werden, nachdem man sie zuvor angehaucht hat.“ Die Versilberung war aus Kostengründen nämlich nur sehr dünn und schnell weggeputzt. „Stark erblindete Spinner reinigt man mit Salmiak oder man lässt sie besser neu versilbern.“
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