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16 Kilo geballte Power

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Bild: Robin Melliger
Einen Permit von 16 Kilo konnte Robin Melliger an starkem Gerät mit einer Krabbe am Jig-Haken überlisten. Bild: Robin Melliger
Bild: Robin Melliger
Kampfstarke „Seatrout“. Was Amerikaner als Seatrouts (engl. für Meerforelle) bezeichnen, sind keine Salmoniden, sie gehören zur Barschverwandtschaft und werden auch Weakfish (Weichfisch, Gattung Cynoscion) genannt. Bild: Robin Melliger
Bild: Robin Melliger
Auch ein kleiner Tarpon kam kurz an Bord. Bild: Robin Melliger

Robert Melliger war Ende April zum Fischen vor Florida unterwegs und erlebte Angelspaß der Extraklasse.

Hier sein Erlebnis-Bericht: „Am 5. Januar 2013 fing alles an. Mein Vater hatte mir vorgeschlagen, nach seiner Schulung mit mir mehr Zeit zu verbringen. Also hat er mir gesagt, ich könne eine Woche mit ihm in die Ferien gehen, egal wohin. Als passionierter Angler fiel meine Wahl auf Amerika! Da ich weiß, dass Florida ein sehr gutes Gebiet zum Angeln ist, bin ich im Internet auf die Suche gegangen. Schlussendlich bin ich auf John Meskauskas gestoßen, der in Stuart Guiding Trips anbietet! Nach langem Schreiben legten wir ein Datum fest: Ende April 2014. Zwei ganze und zwei halbe Tage lang sollte ich in Stuart auf Jack Trevallies fischen.

Was für ein Anfang!

Auf Snook, eine Barschart, konnte in den Salzwasserkanälen von Stuart gefischt werden. Bild: Robin Melliger

Als wir ankamen und in unserer Lodge eincheckten, sah ich schon von Land aus überall Mullets (Meeräschen) herumspringen, die von Raubfischen gejagt wurden. Also fing ich mal an mit meiner Spinnrute, um einen dieser Räuber zu fangen. Kaum gefischt, bekam ich einen hammerharten Biss von einem Snook! 35 Inches (ca. 90 Zentimeter) lang und mehrere Kilo schwer. Was für ein Anfang! Aber es wird noch viel besser kommen…

Der erste Tag mit John war sehr ruhig, kaum Wind und sehr flaches Wasser, wenn man berücksichtigt, dass eine Woche zuvor ein Sturm über Stuart wütete. Also angelten wir zuerst mit Lebendköder und sogenannten hogy lures, die vor Ort sehr geschätzt werden, und fingen viele Snooks in den kleinen Salzwasserflüssen, die sich durch die Wohngebiete Stuarts schlängeln.

Jacks auf Sicht

Auch die Fischerei auf Jacks (Trevallies) war hervorragend. Bild: Robin Melliger

Aber dann ging es raus aufs Meer! Wir fuhren etwa eine Stunde zum Angelspot draußen auf dem Meer. Als ich in die Ferne schaute, sah ich immer mehr Fische aufblitzen, die an der Oberfläche kreisten. John meinte: ‘Defintely Jacks!‘ Der erster Wurf mit dem Hogy-Gummifisch – BANG! Ich hatte meinen ersten Jack auf Sicht gefangen! Was für ein Kampf mit dem rund 7 Kilo kleinen Jack. Pfund für Pfund starke Fische!

Permit on!

Bild: Robin Melliger

Doch dann passierte etwas, dass sogar den coolen John ins Schwitzen brachte. Wir sahen anstatt Jacks nur noch Permits! Und keine kleinen! Jeder von den etwa 200 Permits hatte mehr als 20 Pfund. Zum Glück hatten wir am Hafen Krabben gekauft, denn die sind die besten Köder für große Permits. Die Krabben steckte ich an einen rosafarbenen Jigkopf mit extra starken Haken. Ich nahm meine Shimano Beastmaster Rute (100-150 Gramm Wurfgewicht) und meine kleine 4000er Shimano Sustain Rolle mit 20 Pfund tragender Power Pro bespult, was ich später noch bereuen sollte. Ich warf direkt vor den Schwarm. John sagte mir, ich werde einen Biss wie bei einem Weißfisch spüren, also alles ganz sanft. Ich konzentrierte mich auf die Rutenspitze. Ganz feines Anfassen bemerkte ich und schlug an. Sitzt! PERMIT ON! Zzzzzzzzzzzzzzzzzzz… PENG! Das war das Einzige, das ich hörte und ich konnte nichts dagegenhalten mit meinem Rütchen. ‚He broke me off‘, schrie ich lauthals über das Wasser! Er hatte meine Leine an irgendeinem Pfahl oder Stein durchgescheuert. Eine schwerere Rute musste her.

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John gab mir seine 8000er Spheros Rolle, mit 80 Pfund tragender Power Pro und eine starke Rute, die eigentlich für Tarpon gedacht war. Genau gleiches Vorgehen: Wurf, Aufmerksamkeit und Anschlag. Doch diesmal wollte ich den Permit landen, der mir 50 Meter von meiner 8000er Rolle bei fast geschlossener Bremse zog.

Fisch des Lebens

Ich kniete mich tief in den Kampf hinein, um den Fisch ans Boot zu bringen! Nach 10 Minuten tauchte er vor unserem Boot auf! Er war einfach enorm! Eine, wie eine Tischplatte geformte Schönheit, die mich mit ihrem hellen Körper in der Sonne blendete. Als der Fisch in meinen Armen lag, erkannte ich, dass ich da keinen kleinen Permit gefangen hatte, denn der Fisch war unglaublich schwer! Die Waage bewies es: 16 Kilo geballte Power! ‚A fish of a life time’, so nannte John diesen Fisch. Wir fingen noch mehr Permits von 25 bis 29 Pfund aber diese Power von dem 35-Pfünder war einfach krass!“

Robin Melliger

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