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Wieder Meerforellen in der Uckermark

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Meerforelle
Die erste in die Uckermark zurückgekehrte und bei einem Kontrollfischen gefangene Meerforelle. Foto: DAV Prenzlau
Kontrollfischen
Kontrollfischen im Mühlenbach bei Jahnkeshof, Landkreis Uckermark in Brandenburg. Foto: DAV Prenzlau

Die Besatzmaßnahmen der Angler zur Wiederansiedlung in den Flüsschen Köhntopp und Mühlenbach zeigen erste Erfolge.

19.02.2008

Endlich! Sie ist da! Die erste zurückgekehrte Meerforelle in der Uckermark in Brandenburg! „Unsere Mühen scheinen sich zu lohnen. Am 27. November 2007 haben wir bei einem Kontrollfischen im Mühlenbach bei Jahnkeshof die erste Meerforelle gefangen und vermessen, die nach unseren jahrelangen Besatzmaßnahmen zum Laichen in ihr Heimatgewässer zurückgekehrt ist“, bestätigt Hans Bredernitz vom Deutschen Anglerverband (DAV) in Prenzlau auf Nachfrage. Das geschützte Tier brachte zweieinhalb Kilogramm auf die Waage und wurde mit 65 cm Länge vermessen, bevor es schonend wieder in die Freiheit entlassen wurde. Gemeinsam mit dem Kreisverband Pasewalk des Verbandes deutscher Sportfischer (VdSF) führen die Angler des DAV in Prenzlau bereits seit 2001 regelmäßig Besatzmaßnahmen im Köhntopp und Mühlenbach durch, um die Meerforelle wieder in den uckermärkischen Fließgewässern heimisch werden zu lassen. „Immer im zeitigen Frühjahr starten wir unsere Aktionen und entlassen an mehreren geeigneten Stellen der beiden Fließgewässer zwischen 100.000 und 120.000 Setzlinge mit einer Länge von zehn bis 15 mm in die Freiheit, damit sie ins Meer wandern, dort heranwachsen und zum Laichen in ihr Heimatgewässer zurückkehren“, erklärt Bredernitz.

Bevor er und seine Mitstreiter nun die erste „Uckermärkerin“ fangen konnten, hatten sie bereits 2006 erste Rückkehrer gesehen. Schon im Herbst 2005 war eine Meerforelle bei Kontrollen am Uecker-Wehr in Torgelow (Mecklenburg-Vorpommern) gefangen worden. Genau an dieser Stelle haben es Fische, die in ihre uckermärkische Heimat zurückkehren wollen, aber schwer. Die Aufstiegsbedingungen sind noch nicht optimal. Entsprechende bauliche Veränderungen lassen noch immer auf sich warten. Aber Vorsicht! Die Meerforelle ist in den Gewässern weiter geschont und darf nicht beangelt werden. Etwaige Zufallsfänge gehören nicht in die Pfanne, sondern müssen schonend ins Gewässer zurückgesetzt werden. „Bis die Salmoniden bei uns wieder zahlreich vorkommen, wird noch einige Zeit vergehen. Bis dahin gehen die jährlichen Besatzmaßnahmen weiter“, erklärt Hans Bredernitz. Die nächste Aktion planen er und seine Mitstreiter im März dieses Jahres. Und im späten Herbst hoffen sie bei den nächsten Kontrollen wieder viele neue „Uckermärkerinnen“ für die kurze Zeit des Vermessens ganz vorsichtig „auf Händen tragen“ zu können. -uw-

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