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Wieder am kleinen Kiessee

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An der unberingten Stipprute mit feiner Schnur hat diese schöne Schleie einen unvergesslichen Drill geliefert. Bild: Bernd Taller
An der unberingten Stipprute mit feiner Schnur hat diese schöne Schleie einen unvergesslichen Drill geliefert. Bild: Bernd Taller

Ein zweites Mal zieht es mich an diesen See, der noch Neuland für mich ist. Ich fahre einen schmalen Feldweg entlang, bis plötzlich ein wunderschöner Angelplatz auftaucht.

Da hatte jemand die Brombeerhecken gerodet und eine kleine Schneise ins Schilf geschlagen. Rechts steht eine große Weide und spendet Schutz vor der Sonne. Die alte DAM- Airway, kombiniert mit einer noch älteren Quick 110, habe ich mit Wurm bestückt und an der betagten Silstar-Stipprute biete ich zwei Pinkies an. Etwa drei Stunden tut sich nichts, dann wechseln sich fünf Fluss- und Sonnenbarsche ab. Die erhofften Rotaugen bleiben hingegen aus.

Gegen 18.30 Uhr geht die 1g-Pose unter. Etwas zieht kräftig und die Stipprute muss sich tief verbeugen. Eingedenk des 12er Vorfachs muss ich sehr behutsam vorgehen. Doch die alte unberingte Hohlglasrute federt alle Fluchten ab. Ein wenig noch zittern, dann ist die Schleie im Unterfangkescher.

Es ist die erste Tinca seit langer Zeit. Die Schonzeit beginnt in unserem Bundesland zum 15. Mai und deshalb wandert der Fisch in meine Kühltasche. Als „ Schleie Mediterran“ wird sie meinen Speisezettel bereichern. Keine Frage, dass mir der kleine Kiessee schon jetzt ans Herz gewachsen ist…

Bernd Taller

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