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Seltener Fund am Rhein bei Urmitz

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Bild: Thomas Höfer
Der 83 Zentimeter lange Zander ist offenbar an seinem übergroßen Appetit verendet: Ein 47-Zentimeter-Maifisch steckte in seinem Rachen. Bild: Thomas Höfer

Thomas Höfer entdeckte bei einem Rhein-Spaziergang bei Urmitz (Landkreis Mayen-Koblenz) einen toten Zander, dem eine ungewöhnliche Fischart im Rachen steckte.

Die mit den Heringen verwandten Maifische (Alosa alosa) waren im Rhein fast ausgestorben, in den vergangenen Jahren wurden aber wieder Jungfische in Besatzprogrammen ausgesetzt. Bild: Thomas Höfer

Hier der Bericht von Thomas Höfer: „Ich möchte ihnen hiermit einen Sensationsfund schildern, welchen ich am 7. Juni 2014 am Rhein bei Urmitz machen konnte. Auf der kurzen Erkundungstour entdeckte ich einen toten großen Fisch. Als ich näher kam, erkannte ich, dass es sich um einen großen Zander handelte, der eingegangen war. Als ich dann eine Schwanzflosse aus dem Maul des Fisches hängen sah, wurde ich natürlich neugierig, was der Fisch erbeutet hatte. Er war offenbar an der zu großen Beute verendet. Ich versuchte vorsichtig den Beutefisch aus dem Maul zu ziehen. Mein erster Gedanke war, dass der Zander sich einen Rapfen oder eine Barbe einverleibt hatte. Dann kam aber eine lange schmale Afterflosse zum Vorschein. Dass es sich hierbei nicht um einen Brassen handeln konnte, erkannte ich direkt. Ich konnte mir immer noch keinen Reim daraus machen, was der Fisch gefressen hatte. Als dann der Kopf zu sehen, war kam die Lösung. Er hatte sich einen Maifisch von 47 Zentimetern Länge einverleibt. An so etwas hätte ich im ersten Moment niemals gedacht. Der Zander hatte eine Länge von 83 Zentimetern und ein Gewicht von ca. 5,5 Kilo.“

Maifisch wird ausgestellt

„Bereits 2013 konnte der erste lebende Maifischfund seit Jahren in der Moselstaustufe bei Koblenz mit einer Fischkamera nachgewiesen werden. Bei den Fischen handelt es sich vermutlich um ein Tier aus dem Besatzprogrammen in Hessen und NRW, das in den letzten Jahren durchgeführt wurden. In der Presse wurde darüber berichtet. Der Maifisch soll der zuständigen Fischereibehörde übergeben werden, zwecks weiterer Untersuchungen. Das Interesse an diesem Fund hat bereits in Fachkreisen sehr große Kreise gezogen. Ich habe bereits mit verschiedenen Biologen Kontakt gehabt. Der Fisch soll nach entsprechender Untersuchung in der Öffentlichkeit ausgestellt werden.“

Thomas Höfer

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