Sachsen: Talsperre Pöhl

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Sachsen: Talsperre Pöhl

Ein See für Faulenzer

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  • In der Talsperre Pöhl treiben Meter-Zander ihr Unwesen. Die Faulenzer-Methode bringt sie an den Haken! Doch auch für Allround-Angler lohnt sich ein Besuch. Von Sebastian Hänel

  • Anfang der 90er Jahre sorgte das Vogtländische Meer, wie die Talsperre Pöhl auch genannt wird, des Öfteren mit Zandern von mehr als 90 Zentimetern für Aufsehen. Da sich in der Zwischenzeit jedoch die Hechte mehr und mehr durchsetzten, sind derartige Fänge seltener geworden. Dennoch hört man alljährlich noch von großen Zandern.

    Einen richtigen Kaventsmann erwischte am 27. Juni Phillipp Feist aus Rodewisch. Am späten Nachmittag dieses Tages wurde sein „gefaulenzter“ Gummiköder, der fachgerecht nur über die Rolle geführt wurde, am Grund der Talsperre aufs heftigste attackiert, und er musste gewaltig arbeiten, um den schweren Fisch vom sechs Meter tiefen Grund zu lösen. Nach turbulentem, nervenaufreibendem Drill schließlich konnte sein Angelfreund Robert den Ausnahmefisch landen. Er hatte eine Länge von 103 Zentimetern und wog exakt 22 Pfund. Ein Gigant!

     

    Philipp Feist mit seinem 22 Pfund schweren Zander, den er am 27. Juni in der Talsperre Pöhl erwischte.

    Doch damit nicht genug! In den folgenden fünf Tagen erwischten die beiden außer einigen 70 Zentimeter langen Zandern zwei weitere von 88 und 94 Zentimetern. Auch diese Fische wurden mit der so genannten Faulenzermethode überlistet. Die 425 Hektar große Talsperre Pöhl im südsächsischen Vogtland hat eine Gesamt-Uferlänge von 27 Kilometern und ist ein beliebtes Anglerziel. Aus gutem Grund, denn sowohl Friedfisch- als auch Raubfisch-Freaks verbringen dort kurzweilige Stunden. Hechte, Zander, Barsche, Aale, Regenbogenforellen, Karpfen, Grasfische, Schleien, Brassen und andere Weißfische … sie alle lassen sich fangen.

    Mit besonderer Vorliebe allerdings wird den Zandern nachgestellt. Nach der Schonzeit im Mai lassen sie sich am ehesten an den beiden Einläufen an den Haken locken. Zumeist sind es kleinere Exemplare in Längen bis zu 60 Zentimetern, die den Köder nehmen. Ab Juli ziehen sich die Stachelritter dann ins Freiwasser zurück.

    Auch Angelfreund Robert ließ sich nicht lumpen und überlistete einen 88 Zentimeter langen Stachelritter.

    Jedoch nicht nur Petrijünger, auch die nicht angelnden Familienmitglieder werden die Natur in dieser herrlichen Mittelgebirgslandschaft genießen. Ruhige Wander- und Radwege, gepflegte Badestrände, Segeln, Surfen, Tauchen, Schiffsrundfahrten, Autokino, Minigolf … Der Möglichkeiten gibt es viele. Im Konzert- und Ausstellungszentrum Kapelle Neuensalz, um ein weiteres Beispiel zu nennen, können Sie sich mit der hochinteressanten Kultur der Vogtländer vertraut machen.

    Gewässer-Check: Talsperre-Pöhl

    Informationen: Tourist-Informa- tion Talsperre Pöhl, p.A. Zweckverband Talsperre Pöhl-Möschwitz, Hauptstr. 51, 08543 Pöhl, Tel. 03743/96778 und 03743/94500, Fax 03743/ 945013, E-Mail: tourist-info@poehl.de

    Lizenzen: Angelkarten für die Fischwaid in der Hauptsperre sind in der Rezeption am Campingplatz Gunzenberg sowie in der Geschäftsstelle in Möschwitz gegen Vorlage eines gültigen Fischereischeins erhältlich.

    Preise: Die Tageskarte zum Angeln in den Talsperren Pöhl und Pirk kostet 8 Euro. Wochenkarten sind für 20 Euro zu haben.

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