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Bauarbeiten an der Kyll

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Rückhaltebecken an der Kyll
Mit dem neu angelegten Kordeler Rückhaltebecken entsteht zukünftig auch ein Feuchtgebiet direkt an der Kyll.
Kordel an der Kyll
Die Projektverantwortlichen von links nach rechts: Joachim Gerke (Leitender Baudirektor), Medard Roth (Ortsbürgermeister), Günther Schartz (Landrat Trier-Saarburg), Wolfgang Reiland (Bürgermeister Verbandsgemeinde Trier-Land). Rechts im Bild: Der in eine enge Rinne gezwängte Welschbilligerbach in Kordel.

20.08.2008

Bei Kordel wurden an dem Fliegenfischer-Fluss in der Eifel umfangreiche Hochwasserschutz-Maßnahmen durchgeführt.

Um den Abschluss der Arbeiten zu feiern, war die rheinland-pfälzische Umweltministerin Margit Conrad am 15. August angereist, um sich vor Ort ein Bild von den Baumaßnahmen an der Kyll zu machen. Das beliebte Angelgewässer hatte bisher zusammen mit seinen Nebenbächen bei Hochwasser die unangenehme Eigenschaft, den gesamten Dorfkern von Kordel 1,5 Meter tief unter Wasser zu setzen. Aus diesem Grund wurden seit Dezember 2005 für 4,3 Millionen Euro rund 6.000 Kubikmeter fassende Rückhaltebecken an der Kyll angelegt.

Zusätzlich nahm man weitere großflächige Eingriffe in den Fluss und dessen Nebenbäche vor: Es wurden große Überschwemmungsflächen geschaffen und Pumpwerke gebaut, um im Fall eines Rückstaus das Wasser aus der Ortsmitte abpumpen zu können. Zum Ausgleich wurde der Fluss auf weiten Strecken renaturiert. Diese Maßnahmen, die zwar einen Eingriff in den Flusslauf darstellen, kommen aber umgekehrt auch den Fischen zugute, da so einerseits dauerhafte Überschwemmungsgebiete angelegt wurden und andererseits der Eintrag von durch Hochwasser in den Fluss eingebrachte schädlichen Substanzen verringert wird.

-wit-

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