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„Anglerverband Leipzig“ neu gegründet

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Abstimmung
Die Deligierten stimmten mit großer Mehrheit für den Zusammenschluss des DAV- und des VDSF-Verbandes im Regierungsbezirk Leipzig.
Rolf Seidel
Der Sächsische Landtagsabgeordnete Rolf Seidel ist der neue Präsident des Anglerverbandes Leipzig.
Präsidium AVL
Schlagkräftige Mannschaft: Das Präsidium und die Mitarbeiter des neuen „AVL“.

Mit großer Mehrheit haben die mehr als 200 Mitgliedsvereine des „Anglerverbandes Sachsen“ und des „Anglerverbandes Mittlere Mulde Leipzig“ für die Neugründung des „Anglerverbandes Leipzig“ votiert.

21.04.2009

Der am 18. April in Torgau gegründete Verband wird seine Tätigkeit mit Beginn des 4. Quartals 2009 aufnehmen und ist aus der Verschmelzung zweier im Raum Leipzig konkurrierender DAV- und VDSF-Verbände hervorgegangen. Den über 10.000 Petrijüngern des neuen regionalen Anglerverbandes stehen künftig mehr als 5.000 Hektar Wasserfläche zur Verfügung. „Mit rund 0,5 Hektar Wasserfläche pro Angler haben wir dann nicht nur in Ostdeutschland einen absoluten Spitzenwert“, freute sich der künftige Verbandspräsident Rolf Seidel. Der 56-jährige Landtagsabgeordnete aus Leipzig-Baalsdorf ist seit Jahrzehnten selbst passionierter Petrijünger und hat in seiner parlamentarischen Tätigkeit unter anderem aktiv an der Novellierung des Sächsischen Fischereigesetzes mitgewirkt. Nach Schaffung der organisatorischen und rechtlichen Voraussetzungen soll die gegenseitige Beangelung der Pachtgewässer beider Gründungsverbände bereits ab dem 1. August möglich werden, was die Delegierten zur Gründungsversammlung mit spontanem Beifall quittierten. Mit dem gemeinsamen Verband wird die in den vergangenen 16 Jahren erfolgte unterschiedliche Entwicklung der Petrijünger in und um Leipzig überwunden. Ab dem kommenden Jahr können die Leipziger Angelfreunde auch die Gewässer des DAV-Gewässerfonds in den Bereichen Dresden und Chemnitz ohne zusätzliche Kosten beangeln.

Zu den ersten Gratulanten der Verbandsneugründung gehörten neben MdB Manfred Kolbe und MdL Robert Clemen auch Frank Kupfer, Sächsischer Staatsminister für Umwelt und Landwirtschaft. „Ich bin sehr stolz darauf, dass auf regionaler Ebene eine Verschmelzung von zwei Anglerverbänden, die verschiedenen Dachverbänden angehören, in relativ kurzer Zeit geglückt ist. Auch deshalb hoffe ich, dass wir von Torgau aus den Bemühungen der bundesweit agierenden Dachverbände „Deutscher Anglerverband“ und „Verband Deutscher Sportfischer“ einen großen Schub und neue Impulse gegeben haben, ihre Bemühungen für die Schaffung eines einheitlichen Anglerverbandes in Deutschland zu verstärken.“ In diesem vereinten Dachverband wären dann mehr als eine Million Petrijünger organisiert, die ihre Stärke gemeinsam und mit vereinter Kraft nutzen könnten, um für ihre Interessen einzutreten sowie die erforderliche Hege und Pflege der Fischbestände zu sichern.

Denn zum Angeln gehört weit mehr, als am Gewässer auf Fang zu warten, hatte Sachsens Ministerpräsident Stanislaw Tillich in einem Grußwort an die Gründungsversammlung des „Anglerverbandes Leipzig“ in Torgau betont. „Angler verbringen neben ihrem eigentlichen Hobby ungezählte Arbeitsstunden bei der Gewässerpflege und Fischhege. Ohne das ehrenamtliche Engagement in den Anglervereinen, ohne die Begeisterung und Hingabe an die Vereinsarbeit wären wir in Sachsen bei der Verbesserung der Gewässerqualität und der Entwicklung der Fischbestände nicht so gut vorangekommen.“ -ps-

 

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