Heute möchte ich mal wieder einen etwas ungewöhnlicheren DAM-Köder vorstellen: den Irland-Spinner No. 1644.
Dabei handelt es sich um einen schweren, exzentrischen Taumelköder, der speziell für das Werfen mit der Quick Standard-Stationärrolle konzipiert wurde. Gedacht war er zum Hechtangeln, aber auch zum Lachsfischen in starker Strömung, daher der Name. Beide Fischarten lassen sich auf der Grünen Insel gut fangen. Vorbild für den Köder scheint ein Eigenbau aus einem abgesägten Löffelstiel aus Silber gewesen zu sein.
Der Irland-Spinner taucht zuerst im DAM-Katalog von 1954 auf. Anfangs noch ohne rote Bemalung und blanker Messingfläche, anscheinend komplett versilbert, ohne roten Gummischlauch auf dem Drilling. Möglicherweise war der ungewöhnliche Blinker kein großer Verkaufsschlager, denn schon im Katalog von 1958 hat er eine komplette Überarbeitung und optische Aufwertung erfahren: „Auf der oberen Längsseite Messing poliert, mit roter Flosse.“
Der Messingköder ist ganz offensichtlich versilbert worden, dann der Köder ist in der Regel schwarz angelaufen, wie es bei diesem Edelmetall unvermeidlich ist. Es wäre interessant zu wissen, ob in irgendeiner Sammlung ein frühes Exemplar schlummert, das komplett versilbert ist.
Im Vergleich zu anderen DAM-Dauerbrennern ist diesem Köder nur ein vergleichsweise kurzes Leben beschert, im 1961er Kaatalog finden wir ihn noch, 1965 ist er dann verschwunden.
Infos und Bilder bitte an thomas.kalweit@paulparey.de