Wels auf Hechtgeschirr

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Bild: Markus Wechsler
Übermannsgroß war der Wels, den Philipp Jany mit Hechtgeschirr im Reifsee bei Ingolstadt bezwingen konnte. Bild: Philipp Jany

Ein großer Hecht wäre dem Nürnberger Phillip Jany durchaus recht gewesen. Der Reifsee der „Nordbayerischen Sportangler-Vereinigung“ bietet dazu gute Chancen.

Philipp Jany fischte mit einer drei Meter langen Hecht-Spinnrute mit 50 Gramm Wurfgewicht. Die Rolle war bespult mit einer 17er Geflochtenen, der Köder ein X-Rap Jointed-Wobbler im Barschdesign von Rapala. Mit dieser Zusammenstellung hatte Phillip Jany dort schon einige kapitale Hechte landen können.

Plötzlich ein gewaltiger Biss, den der Angler sofort mit einem Anhieb beantwortete. Augenblicklich wurde Schnur von der Rolle gezogen und die Rute bog sich bis ins Handteil. Sofort war dem Angler klar. Das ist kein Hecht! Welche Größe der Fisch hatte, zeigte sich nach langem Drill, der von Angler, Fisch und Ausrüstung alles forderte. Nach bangen 45 Minuten und der Landehilfe einiger Vereinskameraden konnte ein kapitaler Wels von gemessenen 221 Zentimetern und geschätzten 75 Gewicht sicher gelandet werde.

Jahrelang waren von den „Nordbayern“ riesige Waller im Reifsee vermutet worden, doch nie ging einer an den Haken. Es war eine gerne erzählte Legende, nahe am Anglerlatein, bis… Für den überglücklichen Angler war dieser Fang der „Fisch seines Lebens“.

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