Talsperre Spremberg

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Angler am Gewässer
Ansitzangler haben an der Talsperre Spremberg gute Aussicht auf Erfolg.
Ansicht Gewässer
Die Talsperre ist von Kiefernwäldern gesäumt.

Wer zwischen Cottbus und Spremberg die Angelrute schwingen möchte, ist an der Talsperre Spremberg bestens aufgehoben. Dieser Stau ist eines der fischreichsten Reviere Brandenburgs mit guten Fangaussichten auf Karpfen, Schleie, Brassen, Aal sowie Zander und Hecht.

04/2000

Von Horst E. Rudolph

Die Talsperre Spremberg in der Bagenzer Heide ist fünf Kilometer lang, bis zu zwei Kilometer breit und maximal zwölf Meter tief. Sie dient in erster Linie als Hochwasserschutz sowie als Kühlwasser-Reserve für verschiedene Braunkohle-Großkraftwerke. Der Staudamm hat eine Länge von 2,2 Kilometern. Ringsum ist der Stau von Kiefernwäldern gesäumt. Zahlreiche Buchten und Inseln zergliedern die Wasserfläche. Im Süden, beim Spreezufluß, überquert die Straße Bülow-Sellessen einen Bereich mit besonders vielen Gewässer-Verästelungen. Dieser Teil, in dem normalerweise eine Tiefe von zwei Metern vorherrscht, liegt gegen Sommerende, wenn der Wasserstand um bis zu drei Meter abfällt, weitgehend trocken. Die sandigen, flachen Ufer sind gut begehbar. Im Waldsaum des West- und Ostufers befinden sich versteckt mehrere Hütten und Bungalows.

Das Gewässer ist eines der fischreichsten in Brandenburg, quasi ein Vier-Sterne-Angelrevier. Mit guten Erfolgsaussichten – auch vom Boot aus – wird Karpfen, Schleie, Brasse, Aal sowie ganz besonders Zander und Hecht nachgestellt. Glückspilze können sogar mit dem Biss eines Welses rechnen. Zwar fischen die Einheimischen in erster Linie mit der Grundangel, aber auch das Stippen über Futterstellen sowie Spinnfischen lassen gute Beute erwarten. Wenn die Talsperre im Winter zugefroren ist, erfreut sich das Eisangeln großer Beliebtheit. Mit Ausnahme des durch Bojen markierten Bereichs vor dem Staudamm ist das Gewässer überall beangelbar, und mehrere Parkplätze befinden sich in unmittelbarer Ufernähe zur Talsperre.

Info

Mindestmaß cm/Schonzeit:

Hecht (45/1.1.-30.4.) Zander (45/1.1.-30.4.) Barsch (-/-) Aal (45/-) Wels (75/-) Karpfen (35/-) Schleie (25/-) Döbel (25/-) Brassen (-/-) Rotauge (-/-).

Erlaubnisscheine:

Ferienanlage SpreeCamp in Bagenz, Tel. 35697/235 und Ferienanlage SpreeCamp in Klein Böbbern, Tel. 035608/244 sowie Jurich’s Angelshop, Spremberger Str. 10, 03130 Sellessen, Tel. 03563/92498.

Gebühren:

Tag 12 DM, Woche 35 DM. Mitglieder des DAV dürfen gebührenfrei angeln.

Gesetzliche Bestimmungen:

Pro Angler und Tag dürfen insgesamt höchstens drei Fische folgender Arten entnommen werden: Aal, Hecht, Zander, Regenbogenforelle, Wels, Quappe und Karpfen.

Lage:

In Brandenburg zwischen Cottbus und Spremberg.

Informationen:

Siehe „Erlaubnisscheine“ sowie bei Ralf-Rainer

Krause, Kollerberg-Ring 21, 03130 Spremberg, Tel. 03563/91091, Handy 0171/4307653.

Foto: Verfasser

Abo Fisch&Fang