Hamburg: Der Osterbek-Kanal

3409


Hamburg: Der Osterbek-Kanal
  • Anschrift:

  • Ansprechpartner:

  • Der Osterbek-Kanal in Hamburg ist ein Paradies für Angler. Jeder, der einen Bundesfischereischein besitzt und die jährliche Fischereimarke erwirbt, darf dort fischen, denn der Kanal ist ein freies Gewässer. Lediglich, wer vom Boot aus angeln möchte, braucht zusätzlich die Alsterbootskarte.

    Neben den für Hamburg so typischen roten Backsteinhäusern säumen Parks und Spazierwege die Kanalufer, so dass man an den ein bis zwei Meter tiefen Wasserlauf fast überall problemlos herankommt.

    Speziell der Raubfischbestand ist exzellent. Unter den vielen Bootsstegen sowie am Fuß der teilweise brüchigen Ufermauern stehen nicht selten Hechte. Um Esox aus der Deckung zu locken, setzen die meisten Spezialisten tote Rotaugen als Köder ein. Aber auch Blinker, Spinner und Wobbler reizen die Kanal-Hechte zur Attacke.

    Esox ist im Osterbek-Kanal jedoch nicht der einzige Räuber. Zander finden ebenfalls beste Lebensbedingungen vor. Gleiches gilt für Barsche und Aale. Der zum Teil schlammige Kanalgrund sowie die vielen Löcher in den Ufermau-ern sind perfekte Unterschlupfe für
    die Schlängler, um sich tagsüber zu verkriechen. Aber mit einfallender Dämmerung winden sie sich aus ihren Höhlen und gehen „auf Streife“. Dabei können sie dem Duft von Mist- und Tauwürmern nur selten widerstehen. Auch wenn die Aale im Kanal nicht gerade zu den Riesen gehören, sind sie eine beliebte Beute, denn ihr Fleisch ist ein absoluter Leckerbissen.

     

    Zander finden im Osterbek-Kanal beste Lebensbedingungen vor.

    Auch Karpfenangler zieht es an den Osterbek-Kanal. Zwar sind die Fische nicht besonders groß, geben jedoch ebenfalls ein leckeres Festmahl ab. Wer kapitale Moosrücken fangen möchte, sollte sein Glück lieber in der Außenalster versuchen. Zu den Rotaugen und Brassen: Ihnen wird fast ausschließlich mit Maden nachgestellt. Dabei müssen Stipper gar nicht viel anfüttern, denn es gibt jede Menge Stellen, an denen Spaziergänger Enten und Schwäne verwöhnen. Und weil das regelmäßig passiert, sind Brassen und Rotaugen sofort zur Stelle, wenn die „Futterautomaten“ aufgefüllt werden.

    K. Bronk

    Gewässer-Check: Der Osterbek-Kanal

     

    Fischarten (Mindestmaß cm/Schonzeit): Hecht (50/1.1.-15.5.), Zander (40/1.1.-15.5.), Aal (35/-), Karpfen (35/-), Schleie (25/-), Brassen (-/-).

     

    Erlaubnisscheine: Lizenzen sind in den Kundenzentren der Bezirks-ämter erhältlich. Zum Beispiel in Hamburg-Nord, Kümmelstraße 7, 20249 Hamburg, Tel. 040/42 8040 sowie im Bezirksamt Hamburg-Mitte, Klosterwall 8, 20095 Hamburg, Tel. 040/428540.

     

    Gebühren: Die Angelkarte fürs Kalenderjahr kostet 5 Euro.

     

    Gesetzliche Bestimmungen: Erforderlich sind der Bundesfischereischein und die Hamburger Fischereimarke.

     

    Lage: In den Hamburger Stadtteilen Uhlenhorst und Barmbek.

    Informationen: Siehe „Erlaubnisscheine“.

Abo Fisch&Fang