Froschdrillinghaken D.R.G.M.

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Froschdrillinghaken mit leider aufgekniffener Schlaufe. Aus: Zeitschrift "Der Angelsport", Ausgabe Oktober 1928.

Es müssen nicht immer teure Rollen und wertvolle Kunstköder sein: Heute möchte ich einmal ein ziemlich unscheinbares Angelgerät vorstellen.

Den „Froschdrillinghaken mit verdecktem Blei“, der sogar als Deutsches Reichs-Gebrauchsmuster angemeldet worden war. Die Anzeige der Berliner Firma E. Kaldenbach, Hersteller der bekannten Agil- und Agilette-Kunstköder, findet sich in der Monatszeitschrift „Der Angelsport“, Ausgabe Oktober 1928.

Die kleine Erfindung ist nicht viel mehr als ein Drilling ohne Öhr, an den eine Schlaufe aus Stahlvorfach gewunden wurde. Über die Schlaufe schob man dann eine runde Bleikugel. Bei meinem Exemplar hat leider jemand in früheren Zeiten die Schlaufe aufgekniffen. Erfinder war ein gewisser Dr. Bretzke, der zu dieser Zeit als Angelautor sehr bekannt war.

Auf diesen Froschhaken wurde dann vor etwa hundert Jahren ein toter Frosch mit einer Ködernadel gezogen. Heutzutage ist das selbstredend verboten! Mit diesem Köder wurden dann durch „Heben und Senken“ Löcher und andere Raubfischstandplätze ausgefischt.

Wer hat weitere skurrile Kleingeräte? Infos an thomas.kalweit@paulparey.de

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