FISCH & FANG-Tipp: Quantum Spezialist Freddie Shad

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Quantum Specialist Freddie Shad

Der Freddie Shad ist ein ausgesprochen fängiger Gummiköder in acht gut durchdachten Farben. Durch die kleinen Details – „Aktion-Kerbe“ plus schmales Kopfteil – entsteht ein unverwechselbar natürliches Köderspiel, das seinesgleichen sucht. Hier wurde Produktentwicklung am Wasser betrieben, nicht im Büro!

Steckbrief

Steht bei kapitalen Zandern hoch im Kurs: der Freddy Shad von Quantum.

Tester: Birger Domeyer

Produkt: Quantum Freddie Shad

Größen/Farben: 8 Farben in zwei Größen. Mit 12 und 15 cm optimal fürs Zanderangeln.

Gummimischung: Weiches Material, dadurch entfaltet der Köder ein attraktives und sehr natürliches Spiel.

Haltbarkeit: Kein Aufplatzen dank Hakenkanal. Der Gummi wird wider Erwarten nur sehr selten an der Aktion-Kerbe abgebissen.

Preis: ca. 4,90 € pro Tüte. Erhältlich in 3er (15 cm) bzw. 5er Packs (12 cm).

Infos unter: zebco-europe.de

Ein Kanalzander hat den Freddie Shad genommen, und zwar in der Farbe „Poison“, die vor allem im klaren Wasser viele Bisse bringt.

Gespannt wie ein Flitzebogen packe ich den Karton von Quantum aus. Die neuen Freddie Shads sind angekommen. Als eingefleischter Zanderangler gibt es doch kaum etwas Schöneres, als brandneue Gummifische, die garantiert noch kein Stachelritter gesehen hat, zu testen. Schnell verschaffe ich mir einen Überblick über die Farben: sehr schön! Alle wichtigen Dekors sind dabei, sowohl für klares als auch für trübes Wasser. Aber noch viel besser ist, dass einige Freddie Shads in mir noch unbekannten Tönen glänzen – da hat sich wirklich jemand Gedanken gemacht und nicht einfach nachgemacht oder abgekupfert.

Die Form erscheint auf den ersten Blick nicht umwerfend, ein typischer No-Action-Shad mit einem V-förmigen Schwanzende. Aber nur der Test am Wasser wird mich über das Laufverhalten aufklären. Dort angekommen, fällt mir die Liebe zum Detail ins Auge. Beim Aufziehen des Jigkopfs merke ich bereits, dass der Kopfbereich etwas schlanker ist als der Bauch des Körpers. Außerdem wurde im hinteren Körperdrittel eine Kerbung eingearbeitet. Diese eher unauffälligen, aber umso wichtigeren Details verleihen dem Freddie Shad ein sehr naturgetreues und lebhaftes Köderspiel – von wegen „No-Action“! Auf den kleinsten Rutenzupfer reagiert der Gummiköder mit einer wellenförmigen Bewegung. Das müssen die Zander einfach lieben! Und ich mag neben der Aktion auch den ange-deuteten Hakenkanal am Kopf des Köders. Hier lässt sich der Jighaken prima einführen, und ein Aufplatzen des Gummis ist ausgeschlossen.

Die Kerbe im hinteren Körperdrittel sorgt für zusätzliche Köderaktion.

Inzwischen habe ich mich richtig in den Shad verliebt. Kein Wunder, verliefen die ersten Tests doch durchweg positiv. Der Freddie Shad spielt nicht nur beim Vertikalangeln seine Stärken aus, auch beim Wurfangeln ist er eine echte Waffe. Vor allem Zander können dem Köder nicht wiederstehen. In der Testphase fing ich zwar Zander bis knapp 90 Zentimeter, aber für die Krönung sorgte der Entwickler des Gummifisches, Fredrik Harbort (daher der Name „Freddie Shad“), selbst. Mit dem 15-Zentimeter-Modell in der Farbe „Zulu“ fing er seinen persönlichen Rekordzander: 1,05 Meter lang und fast 25 Pfund schwer!

Die besten Ergebnisse erzielte ich mit dem Freddie Shad beim Vertikalangeln im Winter. Zur kalten Jahreszeit punktete er gegen steifere, aktionsarme Shads und provozierte immer wieder Bisse. Das sichtbare Plus an Köderspiel reizt anscheinend auch träge Winterräuber…

Der linke Shad zeigt den vorgearbeiteten Hakenkanal. Rechts der fangfertig montierte Freddie Shad.

Erhältlich ist der Köder in zwei Größen, die mit zwölf und 15 Zentimetern Länge genau in das Beuteschema von Barsch und Zander passen. Gefischt wird der Köder am besten mit einem relativ kleinen Jigkopf (Hakengröße 2/0 oder 3/0) plus Zusatzdrilling. So kann er seinen unverwechselbaren Lauf voll entfalten.

Die kleinere der beiden Größen ist mit einem Bauchschlitz versehen und eignet sich somit hervorragend für die Anköderung am Offset-Haken. Einer Verwendung für die Drop-Shot-Angelei steht also nichts im Wege. Ich habe sogar die 15-Zentimeter-Version am großen Offset-Haken mit Erfolg gefischt. Die Gummimischung ist recht weich, sodass sich der Haken sehr gut auch ohne Bauchschlitz beim Biss aus dem Köder drückt.

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