Fehmarn

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Fehmarn
Der Küstenabschnitt bei Gahlendorf: Leopardengrund wie im Bilderbuch. Bild: J. Strehlow

Für alle Fälle Fehmarn

  • Anschrift:

    Ostsee bei Fehmarn

  • Ansprechpartner:

    Fremdenverkehrsamt Fehmarn
    Burgtiefe – Südstrandpromenade , 23769 Fehmarn
    Telefon: 04371/506300
    Internet: www.fehmarn.de

  • Wer hier angelt, braucht sich nicht festzulegen: Meerforelle, Hornhecht, Butt, Dorsch, Hering oder Meeräsche – alles geht mit allen gängigen Angeltechniken an den Haken. Und dabei kann einem nicht einmal Sturm den Angelspaß vermiesen! Von JÖRG STREHLOW

  • Klaus muss sich erstmal langmachen. Guten Gewissens, denn er hat es sich verdient: In den drei Stunden zuvor hat er bis zur Brust im Wasser gestanden und gepeitscht, was das dünne geflochtene Zeug hielt. Immer wieder war auch mal eine dieser fiesen Wellen dazwischen, die sich genau am Körper brechen und deren Gischt sich sofort gleichmäßig in Gesicht und am Jackenkragen verteilt. Ganz wie es sich für einen schattigen Novembertag gehört, verfärbten sich auch seine Hände über ein zartes Rosa hin zum bläulichen Schimmer einer halbreifen Pflaume.

    Doch Klaus strahlt, als er es sich hier auf den Kieseln am Strand von Westermarkelsdorf gemütlich macht. Schließlich war ihm etwas gelungen, was er sich schon lange vorgenommen hatte. Er hat in den Stunden zuvor seine erste Meerforelle gefangen! Ein prächtiger Grönländer, gute 55 Zentimeter lang, dick, fett und kugelrund. Und dann auch noch seine zweite, und weil es so schön war, gleich noch die dritte hinterher.

    Der Strand hier in Westermarkelsdorf, an der Nordwest-Spitze der Insel Fehmarn, hat das Potenzial für eine hervorragende Grönländer-Fischerei im Herbst. Schließlich gibt es auf der gesamten Insel, mit Ausnahme der Kopendorfer Au in Wallnau und dem einen oder anderen Entwässerungsrinnsal von den Feldern, keinen Süßwassereintrag. Das sorgt zwar im Frühjahr stets für einen etwas späteren Saisonbeginn und lässt den Watangler auf Fehmarn noch mit Dorschen Vorlieb nehmen, während im März bereits ganz Watangel-Deutschland am Strand von Weißenhaus auf dem Festland fleißig Startkarten zieht. Dort mündet der Oldenburger Graben und sorgt für die Ankunft zahlreicher abgelaichter und bereits wieder erstarkter Salmoniden in diesem süßwassergeschwängerten Küstenbereich.

    Der blanke Wahnsinn: Meerforellen-Milchner dieser Größe fängt man allerdings nicht alle Tage. Bild: J. Strehlow

    Auf Fehmarn kommen diese Frühjahrsfische erst an, wenn sie so richtig im Fressrausch sind und sich an den reichhaltigen Herings-schwärmen vor den Küsten mästen. Und im Herbst bleiben die Meerforellen inseltreu: Die, die keine Laich-Ambitionen haben – also zu 90 Prozent nicht geschlechtsreife Fische, umgangssprachlich „Grönländer“ genannt, und „Überspringer“. Das sind die prallen und quietschfidelen Wonneproppen jenseits der 65 Zentimeter, denen die ganze Laicherei zu anstrengend ist und die es deshalb einfach sein lassen!

    Je nach Windrichtung kann man um die gesamte Insel herum mit der Wathose auf Meerforellen erfolgreich sein. Meine Lieblingsplätze liegen an der Westküste zwischen Westermarkelsdorf und dem Flügger Leuchtturm. An diese flachen Sandstrände muss man allerdings glauben und idealerweise bereits Erfolg gehabt haben, denn so typisch „meefomäßig“ sehen die langgezogenen, strukturarmen Badestrände nicht gerade aus.

    Das ist schon eher der Fall, wenn man sich an die raue, zerklüftete Steilküste im Osten Fehmarns begibt. Insbesondere zwischen Gahlendorf und Staberdorf sieht die Landschaft aus wie in „Herr der Ringe“: Abgebrochene Hänge, Findlinge ohne Ende und Bäume, deren Wurzeln teilweise beim letzten Ost-Sturm freigespült wurden. Eben genau dieses Unaufgeräumte ist es, was die Meerforellen laut Literatur so lieben – natürlich mit dem klassischen Leopardengrund!

    » Fehmarn-Gütesiegel: Auch beim größten Schietwetter noch angeltauglich! «

     

    Gut, dass auch die Meerforellen über diese theoretische Vorliebe Bescheid wissen, denn sie fühlen sich in der Tat auch hier wohl. Allerdings kommt der Spinnfischer hier im Schnitt eher seltener in den Genuss silberner Freuden, dafür pumpt er aber manch schönen Dorsch aus den Tangfeldern und zwischen den Steinritzen hervor.

    Dafür ist auch der Strand weiter nördlich an der Ostküste, so etwa zwischen Marienleuchte und Klausdorf bekannt, an dem man sich obendrein auch immer einmal wieder über den Fang stattlicher Meerforellen freuen kann. Wenn man es einmal sehr pauschal formulieren möchte, findet der Spinnfischer zwar an der Westküste, am Nordstrand zwischen Altenteil und Puttgarden an der Ostküste und sogar im Süden der Insel Fehmarn sehr ordentliche Angelplätze. Allerdings kann man folgende Einteilung vornehmen: Im Westen beißen meistens Meerforellen und kaum Dorsche, im Norden beides bunt gemischt, im Osten mehr Dorsche als Forellen und im Süden wieder eher Meerforellen. Insbesondere an den Stränden zwischen Staberdorf und Burgtiefe.

    Ach ja: Hornhechte beißen an allen Küsten, wenn sie Ende April zu hunderttausenden zum Laichen im Flachwasser um die Insel herum auftauchen!

    Fehmarn selber kann man quasi ein Gütesiegel verleihen: „Auch beim größten Schietwetter noch angeltauglich!“ Was kümmert es uns nämlich, wenn der Wind mit acht Windstärken auf einen der Küstenstreifen ballert und zweieinhalb Meter hohe Brecher Strand und Wasser mischen? Wir nehmen einfach die Küste mit dem ablandigen Wind und freuen uns obendrein auf neue Rekordweiten, die wir mit unserer idealerwiese drei bis dreieinhalb Meter langen Spinnrute (Wurfgewicht 10 bis 50 Gramm), mittlerer Stationärrolle und einem 0,12er Geflecht erzielen – einen wurfstarken Snaps-Draget oder Gnö als Köderkatapult vorgeschaltet!

    Der Autor mit schönem Küstenräuber. Bild: J. Strehlow

    Problematisch wird es erst bei Nordost-Sturm, denn dann herrscht meistens richtig Hochwasser und alle potenziellen Watangel-Strecken sind kaum befischbar. Vor allem wenn zuvor Westwind war und der gefürchtete „Badewanneneffekt“ eintritt. Ein Beispiel: Ostwind drückt das Wasser vom Strand der Westküste weg und eine plötzliche Winddrehung auf West lässt es wieder zurückschwappen. Problematisch ist ebenfalls Wind, der längere Zeit und mit mehr als acht Stärken andere Argumente liefert: Dann entsteht nämlich im Rückstrom hinter der Insel eine Art Sog, wie wir ihn von einem Brückenpfeiler im Fluss kennen. Dann kommt die ganze trübe Soße zurück, und es heißt „Füße hoch“ im Ferienhaus. Oder: Brandungsangeln! Das sollten Sie nämlich immer genau dort praktizieren, wo Ihnen der Wind stramm ins Gesicht bläst. Idealerweise mit moderaten vier oder fünf Beaufort, allerdings nehmen Cracks auch leise lächelnd noch eine auflandige Sechs mit der Zigarette im Mundwinkel hin. Dann beißt es nämlich manchmal richtig gut! Vor allem Dorsche über 50 Zentimeter kommen im Gemisch aus Sand, Krabben, Kleinfischen und Wasser manchmal ganz nah ran – sodass man sich um mangelnde Wurfweite bei dem auflandigen Hack keinerlei Gedanken machen muss.

    Anders ist das bei weniger turbulenten Bedingungen oder gar Windstille: Dann muss der Köder schon so weit raus, dass man wenigstens die erste Sandbank überwirft. Oder die zweite erreicht, insbesondere dann, wenn man statt Dorsch den „Butt“, den man im Norden gemeinhin als Flunder bezeichnet, fangen will. Schollen sind in den letzten beiden Jahren zwar auch ab und an mal gefangen worden, allerdings entziehen sich diese Edelplatten, ebenso wie auch der Steinbutt, dem Uferangler meist.

    Noch besser kommt man den Platten und den Dorschen bei, wenn man sich ein kleines Boot mitbringt oder mietet. Allerdings sollte man sich hierbei, ebenso wie beim Einsatz eines Bellybootes, immer bewusst sein, dass eine zweistellige Zahl an Anglern an der deutschen Ostseeküste nicht mehr lebend das Ufer erreicht – jedes Jahr! Seien Sie also bitte nicht leichtsinnig, gerade dann, wenn Sie ein „führerscheinfreies“ Boot mit einem nur fünf PS starken „Salzwasserquirl“ benutzen. Bei Windstärken ab drei Beaufort sollten Sie mit diesen kleinen Booten nicht mehr rausfahren – schon gar nicht weiter als eine Seemeile vom Ufer entfernt!

    Wenn Sie sich Ihrer Sache sicher sind, fahren Sie mit dem schwimmenden Untersatz zum Buttangeln nach Marienleuchte (zwischen Ostmole Puttgarden und Marinestation) oder westlich des Puttgardener Fährhafens. Zum Dorschangeln sind die Ecken um Staberhuk oder vor Westermarkelsdorf (ab acht Metern Wassertiefe) kaum zu übertreffen. Und auf Meerforelle schleppen Sie einfach mal die Westküste hoch und runter! Dann sollten Sie zur richtigen Jahreszeit (siehe Beißkalender) und mit der richtigen Material- und Köderwahl auf Fehmarn immer Ihren Zielfisch in bemerkenswerter Menge anlanden können. Manchmal sind auch stattliche Exemplare dabei, zum Beispiel sind meinen Guiding-Gästen, Angelfreunden und mir schon Meerforellen bis 93, Dorsche bis 115, Plattfische bis 56 und Meeräschen bis knapp 80 Zentimeter

    » Sehr viel Spaß macht es natürlich auch, wenn Sie sich einem der erfahrenen Kutterkapitäne anvertrauen … «

     

    Wer eine solche Meeräsche mit der Fliege fängt, darf sich zu Recht riesig freuen. Bild: J. Strehlow

    an den Haken gegangen! Letztere beißen übrigens besonders heikel, da sie lediglich Plankton fressen und Algen von den Steinen abweiden. Am ehesten bekommt man die wärme-liebenden Fische im Juli und August an den Stränden zwischen Presen und Staberhuk zu Gesicht. Und an die Angel nur mit größter Ausdauer und einem Brotflöckchen am möglichst leichten Stippgerät. Wer eine kleine Futterwolke aus Paniermehl legt, ist dem seltenen Meeräschenfang wieder ein Schrittchen näher.

    Ebenfalls nur im Sommer kommen inzwischen wieder häufiger Makrelen an die Küste, die man vom kleinen Boot aus zum Beispiel im Sund oder vor Westermarkelsdorf an das Haken-System bekommen kann. Nehmen Sie bitte aufgrund der Kleinwüchsigkeit der Ostseemakrele die kleinsten Makrelen systeme, die Sie bekommen können. Oder größere Heringssysteme!

    Sehr viel Spaß macht es natürlich auch, wenn Sie sich einem der erfahrenen Kutterkapitäne anvertrauen, die Sie entweder vom Hafen in Burg oder aber an der Westküste ab Orth über die Fanggründe der größeren Dorsche fahren. Diese ergiebigen Plätze liegen in aller Regel im Fehmarnbelt, also nördlich der Insel. Dort liegen, ebenso wie nordwestlich Fehmarns, auch jede Menge Wracks, die als Standplatz für besonders stattliche Dorsche gelten. Auch eine Ausfahrt zur mehr als 40 Meter tiefen Fahrrinne bei der legendären „Tonne 5“ oder bei ruppigeren West- und Nordwestwinden zur „Sagasbank“ südöstlich Fehmarns kann ihnen blühen, wenn Sie die Planken eines Angelkutters betreten.

    Das Pilken ist eines der großen Abenteuer, das vor allem der Angler antreten sollte, der noch richtige Emotionen empfindet, wenn er sich nach langer Fahrt aus Bayern, Österreich oder der Schweiz dem Meer nähert. Der Nächste ist vielleicht besser beraten, seine Fliegenrute mitzunehmen, um Meerforellen oder Meeräschen nachzustellen. Die meisten kommen immer noch zum Watangeln mit der Spinnrute oder zum Brandungsangeln mit Wattwurm und Grundrute.

    Eine Besonderheit der Insel Fehmarn, die sich übrigens Jahr für Jahr mit Rügen um die meisten Sonnenstunden in Deutschland duelliert, ist es auf jeden Fall, dass hier jedes Angel-Anliegen befriedigt wird. Zur Not tut es im Urlaub auf der Insel auch die Spinnrute von zu Hause am Rhein oder die schweren Grundruten zum Aalangeln in der Elbe. Kutterangeln geht auch mal mit der schweren Hechtrute, und auf Butt im Hafen versuchen Sie es am besten einmal mit Ihrer Karpfenausrüstung.

    Dem Angelfreund und der Angelfreundin, die sich ohnehin schon in die Insel Fehmarn verliebt haben, brauche ich das Gerät für „Ihren“ Fisch an „Ihrem“ Angelplatz eh nicht mehr zu beschreiben. Für Sie ist vielleicht mein kleiner, „geheimer“ Schmierzettel spannender.

    Strehlows Schmierzettel

    • Fehmarnsund, Festlandseite links: Der beste Hornhechtplatz Ostholsteins!
    • Über jeder Sandfläche den Blinker absinken lassen und schnell führen auf Meefo!
    • Wenn an der Kopendorfer Au (Wallnau) geschleust wird, nix wie hin auf Meerforelle!
    • Zum Morgengrauen am Wasser sein, wenn die Sandaale über den Sandbänken aktiv sind!
    • Wenn Butt-Essen ansteht, Marienleuchte links bis fast zur Mole oder zum Wulfener Hals!
    • Rotschwarz oder Kupferschwarz auf Dorsch, Grünweiß auf Meerforelle!
    • Flügge und Westermarkelsdorf auch mal bei einer Fünf auflandig fischen!
    • Katharinenhof fischt am besten bei Niedrigwasser und Starkwind von hinten!
    • Wenn Fehmarn keine Meefo bringt, ab aufs Festland und Heiligenhafen Leuchtturm oder Klärwerk fischen!
    • Bei Hochwasser Festland Strandhusen/Klärwerk oder Insel Puttgarden an der freien Sliprampe!
    • Auf Meerforelle ablandig bei Wassertemperaturen unter vier Grad, sonst besser leicht auflandig!
    • Am Tage gehen die großen Dorsche auf Blinker, abends und nachts die kleinen!

    Kurz & knapp

    Fangaussichten: Man kann immer fangen, wenn man je nach Wind einen passenden Spot im Westen oder Osten der Insel auswählt.

    Schwierigkeitsgrad: Für Meerforellen muss man schon mal richtig weit werfen. Aber Dorsch geht eigentlich immer: In der kälteren Jahreshälfte vom Ufer, jederzeit vom Kutter.

    Naturerlebnis: Salzige Ostseeluft, die zerklüftete Küste im Osten, dazu schöne Strandabschnitte – die Insel ist ein kleines Paradies.

    Empfohlene Methode für einen Kurzbesuch: Spinnfischen auf Meefo und Dorsch, Brandungsangeln.

    Fehmarn-Infos

    Angelgeschäfte: Kott Freizeit, Landkirchener Weg 34, 23769 Burg/Fehmarn, Tel. 04371/502163, www.kottfreizeit.de Baltic Kölln, Am Hafen 50, 23769 Burgstaaken, Tel. 04371/ 3151, www.baltic koelln.de

    Unterkünfte und sonstige Infos: Fremdenverkehrsamt Fehmarn, Burgtiefe, Südstrandpromenade, 23769 Fehmarn, Tel. 04371/506300, www.fehmarn.de, Öffnungszeiten: Mo. bis Fr. von 10 bis 16: Uhr

    Extra-Tipps: Falls Sie hier keinen Erfolg haben sollten, kontaktieren Sie Mike Dalock (Mobil: 0175/6854081), der immer noch einen ganz aktuellen Zimmertipp für Sie hat und zusätzlich auch bei anderen Dingen behilflich ist, die Ihren Angel-Aufenthalt auf Fehmarn noch bequemer machen.

    Meerforelle mit der Fliege: Empfehlenswert sind die Guidingtouren von Stefan Nölting (www.fsfc.de).

    Kutter: MS Südwind, MS Karoline, MS Seepferdchen, Liegehafen: Burgstaaken; Willi Lüdtke, Wollinweg 12, 23769 Burg/Fehmarn, Tel. 04371/ 1263, www.hochseeangeln.com. Bis 50 Plätze, Saison ganzjährig, Ausfahrten: ab 7 Uhr, Preise: 30 €, Kinder 15 €

    MS Kehrheim, MS Silverland, Liegehafen: Burgstaaken; Thomas Lüdtke, Sommerweg 10, 23769 Burg/Fehmarn, Tel. 04371/2149, www.hochseeangeln-fehmarn.de. Bis 55 Plätze, Saison ganzjährig, Ausfahrten: ab 7 Uhr, Preise: 30 €, Kinder 15 €

    MS Antares, Liegehafen: Orth; Frau Martina Rioflorido, Am Bahnhof 7, 23769 Fehmarn-Landkirchen, www.hochseeangeln-antares.de. Bis 47 Plätze, Saison ganzjährig, Ausfahrten: ab 7 Uhr.

    Leihgerät, Verpflegung und Übernachtung bei allen Kuttern auf Wunsch.

    Bestimmungen

    Zum Angeln auf der Insel Fehmarn wird lediglich ein gültiger Bundesfischereischein benötigt. Kinder, die in ihrem Bundesland noch keinen Fischereischein erwerben dürfen, fischen unter der Aufsicht eines erwachsenen Fischereischeininhabers. Gastangler aus der EU benötigen einen Fischereischein aus ihrem Herkunftsland. Gibt es dort ein solches Dokument nicht, oder kommt der Gast aus einem Land außerhalb der EU, bekommt er in der Stadtverwaltung von Burg einen Urlauber-Fischereischein. Der wird zum Preis von 20 € für einen Zeitraum von 40 aufeinanderfolgenden Tagen und nur einmalig innerhalb eines Kalenderjahres ausgestellt und berechtigt dann offiziell zur Angel fischerei (Ausweis nicht vergessen!). Diesen Urlauber-Fischereischein erhalten auch Angelinteressierte deutsche Staatsbürger, die keine Fischereiprüfung abgelegt haben und somit keinen Fischereischein besitzen. Voraussetzung ist jedoch, dass der erste Wohnsitz nicht im Bundesland Schleswig-Holstein liegt.

    Adresse: Stadtverwaltung Burg, Am Markt 1, 23769 Burg/Fehmarn, Tel. 04371/5060, www.stadt-fehmarn.de, Öffnungszeiten: Mo., Mi. und Fr. von 8 bis 12 Uhr, Di. von 8 bis 18 Uhr.

    Schonzeiten: Meerforellen und Lachse: vom 1. Oktober bis 31. Dezember. In diesem Zeitraum dürfen jedoch Meerforellen entnommen werden, deren Schuppen sich leicht lösen, die silberblank sind und das gesetzliche Mindestmaß von 40 Zentimetern erreicht haben. Lachse und Meerforellen im Laichkleid (leicht gebräunt oder bunt gefärbt und/oder festsitzende Schuppen) sind unverzüglich und schonend zurückzusetzen – waidgerechte Angler machen das auch außerhalb der Schonzeit! Weitere Schonzeiten gibt es nicht, allerdings halten Sie bitte folgende Mindestmaße ein: Makrele 30 cm, Meerforelle 40 cm (besser 45 cm), Lachs 60 cm, Dorsch 38 cm (besser 45 cm), Aal 35 cm (besser gar nicht entnehmen), Aalmutter 23 cm, Scholle 25 cm (besser 30 cm), Steinbutt 30 cm, Meer äsche 40 cm.

Abo Fisch&Fang