Dicke Welse zum Jahreswechsel

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So kann das neue Jahr beginnen! Peter Merkel mit gutem Ebro-Waller.

Nach einem Heiligabend im Kreis der Familie machten sich die WILD CAT’z Teamangler Patrick Haas und Peter Merkel auf nach Spanien, um im Unterlauf des Ebro ein neues Revier zu erkunden.

Hier der Tourbericht der beiden Welsspezis: Wir wollten das alte Angeljahr am Wasser beenden und gleich erfolgreich in die neue Angelsaison 2020 starten. Das ist uns gelungen, aber jetzt erstmal der Reihe nach.

Unsere neue Ausgangsbasis für eine weitere wilde Flusstour war der Ebro-Waller Guiding & Bootsservice von Robin Dörr. Der Standort seines eingezäunten Unterlauf-Camps bei Ascó ist direkt am Wasser gelegen. Die Beladung der modernen Aluboote war super easy, keine 10 Meter musste man die Ausrüstung schleppen und es konnte gleich mit den sparsamen 4 Takt 15 PS Yamaha-Motoren auf den Fluss hinausgehen.

Patrick Haas mit den größten Wels der Tour von 241 cm Länge.

Wildwasserangeln auf Wels

Der Unterlauf des Ebro ist strukturreich. Sehr flache Bereiche, an denen konzentriertes Bootfahren in der im Winter nicht gekennzeichneten Fahrrinne erforderlich ist, werden schlagartig von extrem tiefen Bereichen mit bis zu 23 Metern abgelöst. Alle Boote vom Camp sind mit einem modernen Garmin Striker Echolot ausgerüstet und erleichtern die Navigation und Stellensuche.

Allgemein strömt der Ebro in seinem Unterlauf mit einer sehr schnellen Geschwindigkeit von um die 10 Stundenkilometer. Nirgendwo an den von uns bereisten Angelrevieren in Europa trifft der Begriff „Wildwasserangeln“ mehr zu. Das macht die Fischerei auf Wels dort sehr speziell, erfordert Aufmerksamkeit und spätestens hier sollte man seine eigene Sicherheit auf dem Wasser mit einer guten Schwimmweste oder einer angenehm zu tragenden Restube gewährleisten.

In welchen Bereichen die Welse anzutreffen und wie sie zu beangeln sind, ist recht logisch. Das macht den Unterlauf des Ebro zu einem harten, aber immer fairen Gewässer für den Welsangler. In dieser spanischen Natur sind Abenteuer vorprogrammiert.

Spinnwaller an leichterem Gerät.

Funfaktor hoch zehn

Wir kamen an bei sonnigem Wetter, wie man sich es von Spanien auch in dieser Jahreszeit erhofft. Wir kamen aber auch an zu einem Zeitpunkt, als der gesamte Fluss und die flussaufwärts gelegenen Stauseen einen ungewöhnlichen hohen Wasserstand führten. Mit knapp drei Meter über normalem Level rauschte das Hochwasser an uns vorbei und ließ uns erstmal mit erstauntem Blick am Ufer erstarren. Wir wussten beide sofort, dass mal wieder alles von uns verlangt wird, um bei solchen Bedingungen zum Erfolg zu kommen. Kommt man beim ersten Auflaufen des Hochwassers an das Gewässer, ist ein massives Hochwasser oft sehr fangfördernd. In unserem Fall ist aber genau das Gegenteil der Fall gewesen, da die Welse schon sattgefressen und inaktiv in ihren Unterständen lagen. Dieses Hochwasser zog sich schon nahezu durch den ganzen Dezember. Einige kleinere bis mittlere Exemplare waren aber in der Mittagssonne in den überfluteten Gebieten sehr aktiv und wir konnten sie gezielt mit der Spinnrute anwerfen und fangen. Eine richtig spaßige Angelei war das, Funfaktor hoch zehn.

Bei Sonnenwetter erwischte Peter Merkel "halbstarke" Welse mit der Spinnrute.

16 Welse in sechs Tagen

Nur hielt das tolle Sonnenwetter nur 1,5 Tage an und wurde durch eine Kaltfront und sehr trübem Wetter abgelöst. Die Zeit der aktiven Fischerei war vorbei, wir hatten bei den jetzt zusätzlich fallenden Wassertemperaturen nur noch die Chance die Welse mit Spannangelmethoden direkt in ihren Unterständen zu befischen. Die neu auf den Markt gekommene WILD CAT´z „Beast“ Rute war uns dabei eine große Hilfe, mit ihrer vollparabolischen Power gelang es uns immer wieder die flüchtenden Welse von den vielen Hindernissen fernzuhalten. Eine schnelle Fischerei mit täglichen Platzwechsel war ab jetzt angesagt. Strecke machen was geht und möglichst viele Spots abzufischen, brachte uns immer wieder Fangerfolge und auch die großen Flussmonster an den Haken.

Schlussendlich sind wir an unserem Ziel angekommen, wir haben ein uns unbekanntes Revier unter außergewöhnlichen Bedingungen erfolgreich befischt, 30 neue Flusskilometer genau unter die Lupe genommen und mit Ebro-Waller Guiding und Bootsservice einen starken Partner am Unterlauf des Ebro kennengelernt. In sechs Angeltagen konnten wir insgesamt 16 Welse bis 241 cm fangen. Wir kommen wieder, weitere Touren 2020 stehen in der Planung.

Vielen Dank an Robin mit Anhang und Wolfgang für einen Top Service und im Bereich der Ausrüstungsgegenstände an unsere Sponsoren Zebco Europe, Zeepter Sports und Garmin. Mit solchen Partnern ist man für jedes Abenteuer gewappnet.

Wilde Grüsse, Patrick Haas und Peter Merkel

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