Buch-Tipp: Alte Kunstköder

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Alte Kunstköder

Endlich kann das lange erwartete Kunstköder-Sammlerbuch von Hendrik Olliges bestellt werden.

Auf fast 300 Seiten werden die deutschen Angelgeräte-Hersteller und ihre historischen Kunstköder mit 1.200 Fotos und Scans vorgestellt.

Ich bin regelrecht begeistert! Es ist ein imposantes Standardwerk geworden, in dem noch in 20 Jahren die deutschen Sammler ihre Köder nachschlagen werden.

Die Firmengeschichten aller wichtigen alten Angelgerätefirmen aus Deutschland wie Ziegenspeck, Stork, Hildebrand/Wieland aber auch kleine Firmen wie E. Witt, Graf Hagenburg, Schrader Köln werden ausführlich dargestellt. Ihre Kunstköder zeigt Olliges auf 200 Seiten: das berühmte Storkfischchen, Ziegenspecks Gliederspinner, Wielands Brillantspinner, der Heintzspinner, der Deutsche Hohlfisch von Max Leser…

Beim intensiven Studium des Buches konnte ich viele Köder aus meiner Sammlung neu zuordnen, auch viele Köder, die hier im Sammlerblog diskutiert wurden. Ich weiß jetzt, dass ich wahrscheinlich zwei Oehlschlägersche Vierkant-Spinner besitze und wohl auch einen Wirbelschwanzspinner von DAM. Vor allem auch die abgebildeten DAM-Vertreter-Displays sind extrem aufschlussreich, viele DAM-Köder konnte ich dadurch eindeutig bestimmen.

Das Buch ist ein absolutes Muss für jeden Kunstködersammler! Ich bin stolz, dass ich einen winzigen Beitrag dazu leisten durfte. Ich habe aber auch gesehen, dass ich noch einige Köder besitze, die im Buch nur als Katalogabbildung gezeigt werden. Vielleicht kommen sie ja irgendwann als Foto in die zweite Auflage 😉

Info: „Alte Kunstköder“ kann zum Preis von 99 Euro zzgl. 7 Euro Porto bestellt werden über www.alte-kunstkoeder.de

Wer hat ebenfalls Köder aus seiner Sammlung durch die neue Sammler-Bibel von Hendrik Olliges bestimmen können? Infos fürs Sammlerblog an thomas.kalweit@paulparey.de

Lange haben wir über diesen Köder hier im Sammlerblog spekuliert. Laut "Alte Kunstköder" wurde er von der Firma Bavaria (Bayreuth, dann Hollfeld) hergestellt.
Auch dieser Köder hat uns hier im Blog lange Rätsel aufgegeben: Er findet sich als No. 8009 zum Ende der 1930er Jahre im DAM-Sortiment.
Im Buch nur als Scan gezeigt: Der „Universalköderfisch“ von Friedrich Heym und Josef Sander aus Hannover.
Vielleicht ein DAM-Wirbelschwanzspinner? Eventuell fehlten ja bei der kleinsten Größe die beiden zusätzlichen Einzelhaken an der Seite...
Die gegabelte Flosse in "Turbinenschwanzstellung", aber nicht ganz so extrem gegabelt wie auf der Katalogabbildung...
Noch in meiner Sammlung gefunden: Der DAM Fischkopf-Spinner, der Bleikopf sitzt auf einem Scharnier-Gelenk. Die bunten Fasern am Drilling sind offenbar damals durch Massenfänge stark gestutzt worden.
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